21.10.2016

Schwabe kann jeder werden!

"Mein Schwäbisches Ich" - wie viel Schwabe steckt in mir? Und kann man Schwabe werden?

 
Spätzle, Kehrwoche, Schwäbische Alb, fleißig sein – was ist identitätsprägend? Zugehörigkeit ist nichts Starres, sondern etwas Bewegliches und Wandelbares. In einer interkulturell geprägten Stadt wie Stuttgart werden Identitäten und Zugehörigkeiten stets neu verhandelt. Hier setzte dieses Partizipationsprojekt an. Wie vermischen sich unterschiedliche kulturelle Hintergründe? Was entsteht daraus? Wie sieht mein "schwäbisches Ich" aus?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich einige unserer Mitglieder des DTF, darunter auch ein Ağabey und zwei Alumni des Ağabey-Abla-Programms. Zusammen mit der Künstlerin Gabriela Oberkofler sind aus deren Erzählungen und persönlichem Material Kunstwerke entstanden, die ab morgen, 22.10.2016 bis zum 23.04.2017 im Landesmuseum ausgestellt werden.

Einen Beitrag vom SWR über den Hintergrund des Kunstprojekts findet ihr hier.
Alle Informationen zur Ausstellung findet ihr auf der Website des Landesmuseums.
Einen kurzen Beitrag aus der Tagesschau zum "Klischee Schwabe" findet ihr hier.

Ihr möchtet eine persönliche Führung mit unseren DTF-Mitgliedern durch die Kunstinstellation?
Die DTF-Mitglieder Mehmet Soylu (29.10.2016), Ergun Can (10.12.2016) sowie Hasan Sarpasan, Funda Doğhan und Berkay Yilmaz (08.04.2017) präsentieren ihren persönlcihen Beitrag im Rahmen des Kunstprojekts "Mein schwäbisches Ich".
Treffpunkt ist jeweils um 15 Uhr im Foyer des Alten Schlosses.
A Bsuach machd zwoimol Fraid. Wennr kommd ond wennr widdr gohd.

In diesem Sinne - bis bald!
Eure Alice

17.10.2016

Ein Grund zum Feiern

Einige von euch haben es vielleicht schon auf Facebook gelesen: Wir haben den zweiten Preis und den Preis für die beste Präsentation der Renate-Lingk-Stiftung für unser neues Projekt „Die Stadtentdecker“ gewonnen! Im Rahmen dieses Projekts werden Kinder des Ağabey-Abla Programms und Kinder aus dem Geflüchtetenprojekt „Merhaba in Stuttgart“ gemeinsam mit Ehrenamtlichen die Stadt erforschen und Stadtteilkarten erstellen. Wir werden natürlich regelmäßig über die Fortschritte des Projekts berichten.


Bei der Preisverleihung am 4. Oktober 2016 hat Dieter Soldan vom Vorstand der Renate Lingk-Stiftung die folgenden Laudatio auf uns gehalten, über die wir uns sehr gefreut haben:


Der Verein – um den es jetzt gehen soll – fiel schon in früheren Jahren durch enorm wirkungsvolle, aber letztlich einfache Ideen zur Integration auf. Er wurde 1999 von Bürgerinnen und Bürgern unter Vorsitz von Oberbürgermeister a.D. Professor Dr. h.c. Manfred Rommel mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gegründet. Ziel dieser Bürgerinitiative ist die Förderung der kulturellen Begegnung. Der Verein engagiert sich in den Bereichen Soziales, Kunst & Kultur, Politik & Wirtschaft und Bildung und ist partei- und konfessionsunabhängig.

Die Projekte von unserem zweiten Preisträger heißen z.B.: KulTürÖffner, CAZ À LA TURCA, SiNEMA, LITERATÜR, BAKIŞ, USTA-ÇIRAK- und nicht zuletzt Ağabey-Abla. Darauf kommen wir noch.

Damit dürfte klar sein, wer der Gewinner des des 2. Preises ist: Das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart mit seinem neuen Projekt „Die Stadtentdecker“. Herzlichen Glückwunsch!

Bereits 2011 bekam das DTF den Bürgerpreis der Bürgerstiftung Stuttgart für das Projekt Ağabey-Abla‘. ‚Ağabey-Abla' bedeutet so viel wie "großer Bruder – große Schwester“: Der Verein vergibt Stipendien an türkeistämmige Gymnasiasten und Studierende, die dadurch auf ihrem Bildungsweg gefördert werden. Die Stipendiaten engagieren sich (dafür) als ehrenamtliche Mentoren für Schülerinnen und Schüler mit türkischen Wurzeln an Stuttgarter Schulen. Als großer Bruder bzw. große Schwester helfen sie diesen und ihren Eltern, sich im deutschen Schulwesen und außerhalb der Schule besser zu entfalten. Die Idee: Schüler mit Migrationshintergrund können am besten von Menschen mit ähnlicher Biografie erreicht werden.

Man könnte auch sagen: Die, die erfolgreich waren, die die Förderung erfahren, fördern andere, damit auch diese Erfolg haben. Sie geben etwas zurück. Hier noch in der eigenen Community – und das ist natürlich aller Ehren wert.

Und jetzt „Die Stadtentdecker“:

Hier ist das oben beschriebene Konzept erweitert: Die, die in der Gesellschaft angekommen sind, kümmern sich, dass die, die neu kommen, auch diesen Weg finden. Kümmern auf Augenhöhe, denn es sind Begleiter, die um die Schwierigkeiten und Stolpersteine aus eigener Erfahrung wissen.
Was der Jury besonders gefallen hat:
Die Erweiterung ist auch: Dass sich das DTF als „Migrantenverein“ dezidiert für Mitglieder „fremder“ Communities engagiert. Das zeigt auch auf besondere Weise, wie stark das DTF selbst „mittendrin“ ist. Das Konzept ist niederschwellig, pragmatisch, im besten Sinn einfach – aber man muss eben drauf kommen!

Es passt wunderbar zum Motto des diesjährigen Renate Lingk Förderpreises „Ich bin wertvoll“

Das Projekt sagt: Es ist uns wichtig, dass Du Dich als junger Neubürger zurechtfindest, sagt auch: Du bist uns wichtig! Wir möchten, dass Du Deinen Weg findest. – Zunächst einmal ganz im wörtlichen Sinn, aber die Botschaft geht natürlich weit darüber hinaus.
Ich zeige Dir meine Heimat – Menschen, Kultur, Natur, Vielfalt – damit sie Deine Heimat werden kann.

Und das Projekt sagt auch: Ich möchte, dass Du Dich hier so schnell wie möglich wohl fühlst und alleine zurecht kommst.

Ein zutiefst menschliches Konzept gegen das Gefühl des Fremdseins.

Was hätte Renate Lingk dazu gesagt?
Ziemlich sicher hätte Sie sich – wäre Sie da noch unter uns und fit gewesen – in die bisherigen Projekte der Stiftung, die sich um die Förderung der Geflüchteten speziell in Sillenbuch kümmern, persönlich eingebracht. Und Ihr war auf Grund Ihrer eigenen Geschichte das Thema Heimatverlust und Fremdsein sicher vertraut.  Sie hätte sich über diesen Preisträger besonders gefreut – Oder?

Nochmals herzlichen Glückwunsch an das Deutsch-Türkische Forum!

10.10.2016

Memoiren einer Abla


Ein Beitrag unserer Alumna Mehtap, die wir als Abla der ersten Stunde viele Jahre begleiten durften. Danke, Mehtap, für dein Engagement und danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst!



Meine langjährige Tätigkeit als Abla hat nicht nur anderen Menschen wie Eltern, Lehrern und Kindern, sondern auch mir persönlich viel gebracht. Ich habe zwei Jungs, Brüder, vier Jahre lang betreut, von der 2./3. Klasse bis zur 6./7. Klasse. Ich habe sie sozusagen aufwachsen gesehen und an der Erziehung teilgenommen. Ich weiß, wie dankbar die Eltern und die Kinder für meine Unterstützung sind. Noch heute habe ich zu ihnen privat Kontakt, denn ich sehe sie als meine kleinen Brüder. Wenn sie Hilfe brauchen, dürfen sie sich jederzeit bei mir melden. Nach den zwei Schützlingen habe ich ein junges Mädchen in der 7. Klasse ein Jahr lang betreut, um mit ihr den Abschluss anzustreben und anschließend zufälligerweise ihren Cousin, der ebenfalls im Projekt war, ein Jahr lang. Diese zwei Jahre waren lehrreich und ich habe wieder viel dazu gelernt, v.a. wie man mit pubertierenden Teenagern umzugehen hat. In meinem Abschlussjahr habe ich dann einen Gymnasiasten aus der 6. Klasse betreut und den Jungen sehr ins Herzen geschlossen. 

Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man helfen kann und als Vorbild wahrgenommen wird. Es ist schön, Kindern und Jugendlichen zu helfen. Das Projekt war und ist eine Bereicherung für einen selbst als Abla oder Abi und für alle anderen.


30.09.2016

The Show Must Go On


Das neue Schuljahr läuft bereits seit zwei Wochen und auch unsere Mentoren beginnen nun sich wieder mit ihren Kardeş' zu treffen.  Auch im Schuljahr 2016/17 haben wir im Ağabey-Abla Programm 80 Plätze für Ablas und Ağabeys sowie 80 Plätze für Kardeş' zu vergeben, um sowohl Mentoren als auch Mentees zu fördern!


Im letzten Schuljahr nahmen etwa 70 Ağabeys und Ablas am Programm teil, bei denen wir uns leider von über 30 verabschieden müssen. Auch wenn es uns schwer fällt sie gehen zu lassen, wissen wir, dass auch sie uns meist nicht freiwillig verlassen haben. Viele von ihnen haben die Schule mit einem erfolgreichen Abitur abgeschlossen und suchen sich jetzt Studienplätze außerhalb Stuttgarts. Manche von ihnen gehen ins Ausland zum Studieren oder machen ein Praktikum. Und manche haben es endlich geschafft und haben ihr Studium mit gutem Ergebnis abgeschlossen und begeben sich jetzt ins Arbeitsleben. Wir sind sehr stolz, dass wir unsere Mentoren, zum Teil abschnittsweise, manche sogar ihr ganzes Studium lang, begleiten und fördern durften!
 
Nicht nur Mentoren, sondern auch Projektfamilien wechseln. 2016 verabschiedeten wir uns von über 20 Kardeş', die auf die weiterführende Schule oder in die 8. Klasse kommen. Wir als Ağabey-Abla-Team freuen uns sehr, dass wir viele Kinder und Eltern begleiten und sie auch bei der Wahl der weiterführenden Schule beraten konnten. So haben es viele Kinder durch die Unterstützung ihrer Mentoren aufs Gymnasium geschafft oder wurden über Schularten wie die Gemeinschaftsschule informiert. 

Trotzdem … the show must go on und wir suchen wieder fleißig neue Ablas, Ağabeys und Kinder, die am Programm teilnehmen wollen.
Ihr kennt türkeistämmige Mitschüler/Nachbarn/Kommilitonen/Verwandte aus dem Raum Stuttgart, die sich engagieren wollen? Schickt sie zu uns!

 

Alle Infos zur Bewerbung oder Anmeldung findet ihr auf unserer Homepage oder bekommt ihr von uns per E-Mail über info(at)agabey-abla.de.

Eure Alice

23.09.2016

Unsere neue Ağabey-Abla Homepage

Ihr kennt das sicher auch aus der Uni: Der Prof trägt euch auf, eine Hausarbeit zu schreiben und auf die Frage, wann das Abgabedatum ist, antwortet er "Ach, geben Sie sie ab, wenn Sie fertig sind." 90% aller Studenten wird diese Hausarbeit zum Verhängnis werden. Während alle anderen Aufgaben pünktlich zu den verschiedenen Abgabeterminen fertiggestellt sein werden, wird jeder diese eine Hausarbeit Semester um Semester vor sich herschieben, bis einem kurz vor Abgabe der Abschlussarbeit siedendheiß einfallen wird, dass da doch mal was war.

So ähnlich lief es mit unserer Ağabey-Abla Homepage. Irgendwann entschieden wir, dass uns die letzte nicht mehr gefällt und beschlossen, sie zu ändern. Wir überlegten uns eine Struktur, schrieben Texte, sammelten Fotos... und ließen dann den ganzen Haufen halbfertiger Arbeit irgendwo in einem Ordner auf dem Server liegen.
Das geschah gefühlt im Jahr 1856.

Also, 160 Jahre später, kurz vor der Sommerpause, entdecke ich beim Suchen von irgendwelchen archivierten Dokumenten, einen Ordner mit Namen "Umgestaltung Homepage". Mein erster Impuls ist es, schnell wegzucklicken und nie wieder zurückzukehren. Da jedoch bald die Sommerferien anfangen, eine weniger stressige Zeit im Programmjahr, ist es eigentlich der perfekte Zeitpunkt, das Thema wieder auszupacken. Und so klicke ich vorsichtig auf den Ordner...

Drei Monate später, heute, liegt ein produktiver Sommer hinter uns. Wir haben viel geschrieben, gebastelt, geordnet und quasi programmieren gelernt. Die neue Homepage ist bunter, ansprechender und übersichtlicher. Und jetzt sind wir ganz aufgeregt, denn wir gehen online in

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Eure Maria

www.dtf-stuttgart.de/agabey-abla
 



20.09.2016

Wir sind zurück!


Nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler sind wieder aus den Sommerferien zurück, auch wir vom Agabey-Abla Team sind frisch und erholt aus dem Urlaub gekommen, um ein neues, spannendes Projektjahr 2016/2017 zu planen!

Los geht es mit einer ganz besonderen Aufgabe: der Wiederbelebung unseres Blogs! Viele von euch wussten das vielleicht noch nicht (Ich wusste es tatsächlich auch nicht!), aber es gab seit Beginn des Programms 2009 einen Blog, in dem regelmäßig Ereignisse, Veranstaltungen und Spannendes aus dem Agabey-Abla Programmalltag beschrieben wurden. Irgendwann ist der leider eingeschlafen... 

Hiermit starten wir also offiziell wieder und greifen das „Projekt Blog“ auf! Es wird in regelmäßigen Abständen einen Blogeintrag geben, über den ihr z.B. über unsere Facebook-Seite informiert werdet.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen, Informieren und Kommentieren!


Eure Alice

PS: Habt ihr selber Ideen für einen DTF-Blogeintrag? Kontaktiert uns über info@agabey-abla.de

Ein Selfie von uns, dem Ağabey-Abla Team: Alice, Mukaddes und Maria

24.01.2013

Neue Bewerbungsrunde: DTF-Stipendienprogramm für türkischstämmige Gymnasiasten und Studierende


Im Frühjahr 2009 hat das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart mit Förderung der Robert Bosch Stiftung ein Stipendienprogramm für begabte und engagierte deutschtürkische Gymnasiasten und Studierende eingerichtet, die auf ihrem eigenen Bildungsweg gefördert werden. Die Stipendiaten sind zugleich als ehrenamtliche Mentoren für Schüler an vier Stuttgarter Grund- und Werkrealschulen sowie einem Gymnasium tätig: als Ağabey-Abla (großer Bruder - große Schwester) begleiten sie jüngere Schüler mit türkischen Wurzeln und helfen diesen und ihren Eltern, sich im deutschen Schulwesen und außerhalb der Schule besser zu entfalten.
Abla mit ihrem Schützling
Ab sofort können sich Gymnasiasten der Oberstufe und Studierende aus der Region Stuttgart wieder für ein Stipendium und die Mitwirkung im Ağabey-Abla-Programm ab Februar bewerben!

Ein paar kurze Informationen zur Bewerbung:
Du studierst in der Region Stuttgart oder bist Gymnasiast in der Oberstufe?
Du kannst Dir vorstellen in einem Netzwerk mit anderen türkeistämmigen jungen Menschen aktiv zu werden und Dich in verschiedenen Gebieten weiterzubilden?
Du kennst die Probleme türkischstämmiger Schüler?
Du willst Dich sozial engagieren und möchtest, dass Andere durch deinen persönlichen Einsatz weiterkommen?
Dann bewerbe Dich als Stipendiat/Mentor beim Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart!

Du erhältst als ProjektteilnehmerIn eine monatliche Förderung sowie kostenfreie Fortbildungen in verschiedenen Bereichen und wirst Teil eines Netzwerkes türkischstämmiger Stipendiaten in der Region Stuttgart.
Wir erwarten von Dir, dass Du als Mentor im DTF-Projekt Ağabey-Abla aktiv bist und einem Schüler unserer fünf Kooperationsschulen Förderunterricht erteilst, ihn als Ağabey/Abla begleitest und im Alltag berätst.

Bewerbe Dich mit Deinem Lebenslauf, Deinem Motivationsschreiben und Deiner Schulbescheinigung bzw. Deiner Immatrikulationsbescheinigung bei uns!

Info & Kontakt:
Deutsch-Türkisches Forum Stuttgart
Derya Bermek-Kühn, Mukaddes Steinkrüger und Anna Knieper
Tel. 0711/24847473, E-Mail: info@agabey-abla.de

Weitere Informationen auf unserer Internetseite http://www.agabey-abla.de/

18.12.2012

Ein deutsch-türkisches Figurentheater entsteht…



Wenn Regenschirme tatsächlich fliegen möchten,
dann sollten sie auch zu unserem Workshop kommen.



Samstag, der 20.Oktober 2012: Es ist ein sonniger, herrlicher Tag. Mit meinem Kardes an der Hand, machen wir uns auf den Weg zum Theaterworkshop im Mupädi.
Nachdem sich alle versammelten hatten, starteten wir mit einem Kennen-Lernspiel unter der Regie von Wolfgang Kammer. Die vielen türkischen Namen brachten zwar den Kopf von Herrn Kammer zu rauchen, aber gerade das, machte es viel lustiger und wir fuhren fort mit dem nächsten Spiel.
Unser Symbol für diesen Samstagnachmittag war der Regenschirm.
Durch den vielseitigen Einsatz der unterschiedlichen Regenschirme und den Klang der Gitarre verlief ca. eine Stunde sehr schnell.
Dass man mit einem Regenschirm riesen Spaß haben kann, war mir wirklich nicht bewusst.
Als das Spielen zu Ende war, wurde es Zeit für eine kleine Pause. Nachdem wir alle getrunken und eine Kleinigkeit gegessen hatten kam der Einsatz von Frau Müller. Sie ist nämlich vom hands&cOmpany Figurentheater und zeigte uns, wie man mit viel Fantasie aus Regenschirme die interessantesten Figuren basteln kann. Da ja mein Kardes viel Freude am Basteln hat, war der Spaßfaktor sehr hoch. Mit einer Kiste voll mit Regenschirmen, Scheren, Zangen, Knöpfe, Kleber und vieles mehr, durfte das Basteln beginnen. Die Agabey´s und Abla´s führten ein kurzes Gespräch mit dem Kardes und plötzlich wusste auch jeder, wie dessen Figur aussehen soll.
Man hörte für die nächsten zwei Stunden nur noch wie der eine Kardes mit Begeisterung „Jaaa! Das wird toll!“ rausschrie oder der andere „Wie soll es denn heißen?“ fragte. Gelächter umhüllte die Mupädi und jeder war vertieft in seinem eigenen Fantasieland.
Frau Müller war in diesem Zeitraum immer einsatzbereit und half uns, wenn wir nicht wussten, wie es doch weitergehen sollte.
Sogar ein Vampir konnte aus einem Regenschirm entstehen.
Endlich war es soweit! Jeder wurde fertig mit seiner Figur und das Vorstellen durfte beginnen! In einem kleinen Stuhlkreis durfte jede/r Agabey und Abla mit seinem/ihrem Kardes, seine/ihre Figur vorstellen. 
Begleitend mit der Gitarre erzählten 
wir einzeln die Geschichte unserer beeindruckenden Figuren.






Unser Regentanz am Ende
  
Zum Schluss stellten wir gemeinsam mit Regenschirmen einen großen Regenschirm dar und verabschiedeten uns voneinander.
Mit einem Lächeln im Gesicht, verließen wir die Mupädi.
Mein Kardes war so begeistert von diesem Theaterworkshop, dass wir den nächsten Termin wahrnehmen werden. Ihr ist es nämlich auch aufgefallen, dass man gemeinsam viel mehr Spaß haben kann.

Ein Beitrag von Aynur Çakmak (Abla) 

18.06.2012

Eingetaucht in die Welt der Nimbus Group und des Elektronik-Erfinder-Clubs in Feuerbach….

Erkundung des Mock-Up
Mein Kardeş und ich waren am 25. Mai in der Ausstellung der Nimbus Group die „Mock-Up“ heißt. Dort hatten wir die Möglichkeit, nach einer Führung durch die Produktion, die Leuchten- und Acousticsysteme in direkter Anwendung zu erleben. Im Nimbus Light Lab durften wir die konventionellen Leuchtmittel und die -mit der Nimbus Technologie hergestellten- LEDs anfassen.
Mein Kardeş war sehr begeistert davon, dass die Leuchtmittel unterschiedliche Wärmeenergie abgeben und dadurch kalt oder sehr warm werden können. Im Acoustic-Bereich durften wir die Raumakustik in drei Räumen mit identischen Abmessungen vergleichen, deren Ausstattungen mit unterschiedlichen Acoustic-Produkten verbessert wurden. Wir haben außerdem einen Einblick in die beeindruckende Arbeitsatmosphäre der Firma bekommen und gesehen, wie die verschiedenen Abteilungen voneinander abhängig sind und
zusammenarbeiten müssen.
Im Elektronik-Erfinder-Club

Zum Schluss sind wir im Elektronik-Erfinder-Club, dem sogenannten „EEC“, gelandet, der ein Zusammenschluss elektronikbegeisterter Schüler aus Stuttgart ist. Die Schüler treffen sich wöchentlich im EEC-Raum, der sich mitten in der Entwicklungsabteilung der Firma befindet, wo Ingenieure, Architekten und Produktdesigner für Fragen zur Verfügung stehen. Sie kommen dort zum Informationsaustausch zusammen, damit die Schüler die elektronische Phänomene und Zusammenhänge verstehen, erforschen und daraus ihre eigenen Projekte entwickeln.
Der Club-Präsident, Franz Böhm, und Sebastian Häberle, Erfinder im Club, haben uns den ganzen Nachmittag begleitet und uns gemeinsam mit Frau Dorea Mundel, Designerin bei der Nimbus Group, das Unternehmen, das Mock-Up und den EEC-Raum gezeigt sowie unsere Fragen beantwortet.

Mock-Up war für uns keine gewöhnliche Ausstellung sondern gleichzeitig ein Schulungszentrum und
Planungsbüro, in der wir mit unseren Kardeş einen amüsanten und interessanten Nachmittag
verbracht haben.

In diesem Sinne: Vielen Dank dafür im Name der gesamten Gruppe!

(Anıl İlerigider, Ağabey)


Infos zur Nimbus Group finden Sie unter: http://nimbus-group.com/

Die Website des  Elektronik-Erfinder-Club erreichen Sie hier: http://elektronikerfinderclub.wordpress.com/inneres/
Weitere elektronikbegeisterte und neugierige Clubmitglieder sind übrigens jederzeit willkommen!

01.06.2012

Ağabey-Ablas als Brückenbauer bei Rotariern

Sieben Stipendiaten des Programms Ağabey-Abla haben sich bei einem Treffen von Rotariern aus Stuttgart und Bursa als Stadtführer und Kulturvermittler engagiert. Vom 21. bis 25. April 2012 waren auf Einladung des Rotary Clubs Stuttgart-Wildpark 46 Mitglieder des Rotary Clubs Bursa- Yildirim Bayezid in Stuttgart zu Gast.

Auf dem Programm standen Erkundungen von Stuttgart, eine Schwarzwaldfahrt, das Frühlingsfest auf dem Wasen, eine Werksbesichtigung und ein Besuch im Mercedes-Benz Museum, ein Opernabend und ein festlicher Abschluss im Hause Breuninger. Die Präsidentin des Stuttgarter Clubs, Nicole Porsch, konnte dabei Herrn Generalkonsul Türker Arı, den Vorsitzenden des Kuratoriums des DTF Herrn Dr. Mehmet Varlık und Herrn Nejdet Niflioğlu mit Kollegen vom Daimler TürkTreff begrüßen. Sie dankte den jungen Stuttgarter Kulturvermittlern Abdullah, Anıl, Alp Arslan, Burak, Elif, Özgür und Songül sehr herzlich und lobte dabei die liebenswürdige Kompetenz, mit der diese sich als Dolmetscher und kulturelle Brückenbauer bewährt haben. In ihren Dank schloss sie auch sechs Young Migrant Talents ein, welche sich an dem Besuchsprogramm beteiligten.

Die interessanten und herzlichen Begegnungen endeten mit dem Versprechen der Stipendiaten, einer Einladung nach Bursa gerne zu folgen.

22.05.2012

Auf Tuchfühlung mit Räuber Hotzenplotz & Co.…



Der Räuber Hotzenplotz- wer kennt ihn nicht? Eine kleine Gruppe von Ağabeys und Ablas hatte die Chance am Samstag, den 4. April 2012 den Räuber Hotzenplotz persönlich kennenzulernen. Wir sind nämlich in das FITZ! (Zentrum für Figurentheater) gegangen, um diesen, den Kasperl, den Seppel, die Großmutter und andere Charaktere zu erleben. Das Besondere für die 18 Mentoren und Mentees war, dass die Figuren aus Holz geschnitzt waren, die von äußerst überzeugenden Spielerinnen zum Leben erweckt worden sind. Die Aufmachung mit der fetzigen Gitarrenbegleitung und das Bühnenbild genauso wie die ansteckende Spiellaune haben das Theaterstück zu einem einmaligen Erlebnis gemacht.

Daher ist es gar nicht verwunderlich, wenn man nach dem Theaterstück das Verlangen hat, selbst solche Spielfiguren aus Holz zu schnitzen und seinen persönlichen Charakter zu erschaffen. Genau diesem Wunsch konnten wir als kleiner Gruppe nachgehen, sodass wir selbst ähnliche Holzfiguren herstellen durften. In den Räumlichkeiten des Museumspädagogischen Dienstes der Stadt Stuttgart (mupädi) haben wir uns getroffen und auch gleich mit der handwerklichen Arbeit losgelegt. 

Zunächst sucht man sich aus den unzähligen Holzstücken eines aus, um daraus den Kopf des Charakters zu bearbeiten. Dabei hat man die freie Wahl- sollte es ein länglicher schmaler oder doch ein dicklicher Kopf werden? Diese Entscheidung war nicht leicht, aber die Mentees und Mentoren, die zusammen an einer Figur gearbeitet haben, konnten sich gut absprechen.

Und tatsächlich geht es zusammen einfacher. Dies hat man beim nächsten Schritt, dem Sägen, bemerkt, da dies sehr viel Kraft erfordert. Wenn das Holzstück dann endlich die richtige Größe hatte, konnte man mit einem Hobel die Mundpartie und schließlich auch das Gesicht gestalten. Das Schöne war, dass man bei jedem Schritt mit seinem Mentee entschieden hat, wie die Figur aussehen soll und dass sich so schnell aus einfachsten Materialien ein Charakter „herausschält“.

Die Gestaltung hatte keine Grenzen, so dass Metallstücken zu Zungen oder Augenbrauen geformt wurden. Mit Farbe konnte man den Figuren noch einen letzten Schliff geben. Schließlich wurde der fertiggestellte Kopf auf ein Holzstück, den Körper, festgeschraubt. Besonders toll war für die Mentees und Mentoren, dass sie ihre Figur innerhalb kürzester Zeit zusammen hergestellt haben. Als Erinnerung an diesen schönen Tag durften wir die Holzfiguren mitnehmen.

Daher bedanken wir uns nochmal ganz herzlich bei Frau Angelika Müller vom FITZ! und Herrn Edi Keller vom mupädi, dass sie uns so eine einmalige Chance geboten hat. Teşekkür ederiz!


Hülya Erbil (Abla)

09.05.2012

Knigge leicht gemacht - Die Stipendiaten des Ağabey-Abla Projektes besuchen das Kniggeseminar des Fördervereins OHG Nagold e.V.


Die Schule oder auch die Universität ist ein Lebensraum für sich. Hier herrschen bestimmte Regeln, die jeder Schüler oder jeder Student kennen sollte. Ist der Begriff s. t. beispielsweise während des Studiums nicht bekannt, kann die 15-minütige Verspätung bei Vorlesungen zu Peinlichkeiten führen. Denn es ist gut möglich, dass der Dozent in einem 500-Personen Hörsaal einen ganz persönlich grüßt und die Bemerkung „Auch schon da?“ hinzufügt. Versucht man in der Schule bei einer einstündigen Klausur tatsächlich 60 Minuten zu schreiben, wird dies zu einem Problem mit der Zeit und dem Lehrer führen: Denn hier bedeutet eine Stunde eigentlich 45 Minuten.


Wie bindet man eine Krawatte?

Hat man die Schullaufbahn bzw. das Studium hinter sich, ist was das Thema Regeln betrifft noch lange kein Ende in Sicht! Man kann fast schon sagen, dass der Regel-Marathon wahrhaftig erst anfängt… Wie kleidet man sich bei einem Vorstellungsgespräch? Wie führe ich Small Talk und darf ich beim Essen nun mein großes Salatblatt mit dem Messer schneiden oder doch nur falten?




Der Förderverein OHG Nagold e.V. und die Deutsche Bank AG Stuttgart haben sich der Lösung vieler dieser Probleme, mit denen man alltäglich konfrontiert ist, angenommen und bieten ein Knigge-Seminar von Jugendlichen für Jugendliche an.

In den Räumlichkeiten der Deutschen Bank durften auch 15 Ağabeys und Ablas am 20. April 2012 von fünf Schülerinnen der 9. Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums Nagold, deren ehrenamtlichen Knigge-Trainerinnen, Frau Palzhoff sowie Frau Gnerlich unter anderem lernen, wie man sich und andere vorstellt, welcher Dresscode was bedeutet und wie man richtig isst. Durch Lehrgespräche, Rollenspiele und Einzelarbeiten wurde das Wissen unserer Mentoren abgefragt und neu Erlerntes gesichert.

Im Namen aller Stipendiaten und des Projektteams danken wir dem Förderverein OHG Nagold e.V. und der Deutschen Bank AG Stuttgart ganz herzlich für das lehrreiche Seminar!



Duygu Dirimeşe (Praktikantin des DTF und ehemalige Abla)