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05.12.2009

Stuttgarter Appell gegen Kürzungen im Kulturbereich

In einer gemeinsamen Initiative wenden sich die Stuttgarter Kulturinstitutionen zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern an die Fraktionen des Gemeinderats, die Verwaltung der Stadt und die Öffentlichkeit. Anlass dafür sind die Kürzungen im Kulturbereich, die dem Gemeinderat für die Haushaltsberatungen 2010/2011 vorgeschlagen wurden. Die Umsetzung dieser Vorschläge wäre mit nachhaltig negativen Konsequenzen für das Stuttgarter Kulturleben verbunden.

Bitte unterstützen Sie den Appell und zeichnen Sie ihn mit unter http://www.artparade-stuttgart.de/petition/

09.07.2009

Stuttgarter Bündnis für Integration wird fortgeschrieben

Das "Stuttgarter Bündnis für Integration" wird für die Jahre 2010 bis 2011 fortgeschrieben. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster präsentierte das Programm im Internationalen Ausschuss des Gemeinderates.

OB Schuster: "Integrationspolitik ist und bleibt Chefsache im Rathaus. Stuttgart macht seit Jahren gute Erfahrungen damit, die Herausforderung Integration ganzheitlich anzugehen und als Chance zu begreifen. Unser Bündnis für Integration ist beispielgebend für andere Städte. Das freut uns, trotzdem müssen wir unsere Arbeit natürlich weiterentwickeln."

"Wir haben manches unter die Lupe genommen und uns in besonderer Weise dem Thema Bildung zugewandt", so Schuster. Mit der Stuttgarter Bildungspartnerschaft steht die Integration durch Bildung auf einem neuen organisatorischen Fundament. Besonders im Blickfeld stehen die Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen - also von der Kindertageseinrichtung zur Grundschule, zur weiterführenden Schule, bis hin zum Berufseinstieg.

Das Thema Bildung ist auch dem Internationalen Ausschuss besonders wichtig. Das System selektiere immer noch zu stark nach Migrations- und sozialem Hintergrund der Schüler, resümierte Kerim Arpad, sachkundiges Mitglied im Internationalen Ausschuss, und lobte die Stuttgarter Bildungspartnerschaft als wichtigen Schritt.

Insgesamt zogen Arpad und seine Kollegin Anna Koktsidou eine positive Bilanz der Ausschussarbeit. "Wir haben Impulse gesetzt und zum Nachdenken angeregt", so Koktsidou. Neben der Bildung sieht sie noch Handlungsbedarf bei der politischen Partizipation von Migranten: Im neuen Gemeinderat sind sechs Stadträte mit Migrationshintergrund, bisher waren es zwei. Ein Erfolg, aber dabei solle es nicht bleiben, so Koktsidou, die im Vorfeld der Wahlen gemeinsam mit Arpad auf Veranstaltungen bei interessierten Parteien und Migrantenvereinen über das Thema informiert hat.

Stuttgarter Bündnis für Integration - Fortschreibung 2009 (PDF, 6.253 KB)

10.06.2009

Stuttgart hat gewählt!

Seit gestern Mittag steht das Ergebnis der Kommunalwahlen in Stuttgart fest. Und wie eine Prognose am Sonntagabend schon vorausgesagt hat, bilden die Grünen die stärkste Fraktion im neuen Gemeinderat.

Die Ergebnisse im einzelnen:
  • Grüne 25,3% (+ 6,6%, 16 Sitze)
  • CDU 24,3% (-8,6%, 15 Sitze)
  • SPD 17,0% (-5,8%, 10 Sitze)
  • FDP 10,9% (+4,4%, 7 Sitze)
  • FW 10,3% (+0,6%, 6 Sitze)
  • SÖS 4,6% (+2,9%, 3 Sitze)
  • Linke 4,5% (+2,9%, 2 Sitze)
  • Rep 2,5% (-1,4%, 1 Sitz)

Wir gratulieren den neu gewählten Gemeinderäten - darunter unsere Kuratoren Muhterem Aras, Jürgen Sauer und Ergun Can - und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

22.05.2009

WÄHLE, VOTE, OY VER, ...

Die Sachkundigen Mitglieder im Internationalen Ausschuss des Stuttgarter Gemeinderates möchten die rund 110.000 Stuttgart Wählerinnen und Wähler mit Migrationshintergrund zur Teilnahme an den Kommunalwahlen am 7. Juni motivieren. Dies geschieht seit Dienstag mit einer Plakataktion an 100 Stuttgarter U-Bahn-Haltestellen. Auf großformatigen Plakaten wird in 14 verschiedenen Sprachen zur Wahl aufgerufen: WÄHLE, VOTE, OY VER, ... Zu sehen sind zwei jugendliche Personen, die ihren Wahlzettel einwerfen. Die Entwürfe der Plakate stammen von Levent Aydin, Schüler am Stuttgarter Hölderlin-Gymnasium. Die Kampagne wird unterstützt von dem Außenwerbungsunternehmen Ströer.
An den Kommunalwahlen am 7. Juni 2009 können neben den hier lebenden EU-Bürgern auch immer mehr eingebürgerte Migranten teilnehmen. In Stuttgart entspricht ihr Anteil 27 Prozent der gesamten Wählerschaft. Anlass genug für die Sachkundigen Mitglieder im Internationalen Ausschuss, für mehr politisches Bewusstsein unter den Migranten zu sorgen, denn dieses Potential gilt es in einer internationalen Stadt mit Menschen aus über 170 Nationen zu nutzen.

Das DTF und vier seiner Stipendiaten unterstützten die Kampagne bei einer Straßenaktion am 16. Mai 2009 auf der Königstraße.