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22.09.2011

RotebühlTag à la Turka am Samstag

Zum Abschluss des LänderFestivals Türkei veranstaltet die Stuttgarter Volkshochschule am 24. September 2011 einen RotebühlTag à la Turka. Zahlreiche türkische Vereine bieten Vorführungen und Workshops von Ebru-Malerei bis türkischer Folklore, von Weinverkostung bis Saz-Workshop. Die Fotografin Banu Aksu führt durch ihre Ausstellung "Istanbul - Kars - Istanbul: Eine Reise mit dem Doğu-Express". Alle Institutionen des Hauses am Rotebühlplatz öffnen ihre Türen und präsentieren ein attraktives Programm für jede Altersgruppe von der Märchenstunde über Musikbeiträge bis hin zum orientalischen Bauchtanz. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Um 20 Uhr machen Mario Rispo & Band im Robert-Bosch-Saal der Stadt Istanbul eine musikalische Liebeserklärung.

Das komplette Programm unter http://www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de

08.07.2011

Start des Jugendwettbewerbs "Heimat Almanya – Zeig uns Dein Deutschland"

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei startet die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer einen bundesweiten Jugendwettbewerb. Unter dem Titel "Heimat Almanya – Zeig uns Dein Deutschland" werden Jugendliche aufgefordert, sich künstlerisch mit ihrer persönlichen Vorstellung von Heimat auseinanderzusetzen.

Sängerin Bahar Kizil (Monrose), Schauspieler Fahri Ogün Yardim ("Almanya", "Chico"), Moderatorin und Autorin Nazan Eckes, Tänzer Kadir "Amigo" Memis (Flying Steps) sowie viele weitere erfolgreiche junge Persönlichkeiten aus Entertainment, Kunst und Szene unterstützen die Aktion.

Die Beiträge der prominenten Unterstützer stehen als Motivation und Steilvorlage für die eigenen Ideen der Jugendlichen zum Thema "Heimat Almanya – Zeig uns Dein Deutschland". Bis Ende September 2011 können Beiträge auf die Wettbewerbshomepage www.heimat-almanya.de hochgeladen werden – in Form von Video, Photographie, Text, Audio oder Kunst. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Dialog zwischen den unterschiedlichen Kulturen in Deutschland zu fördern und das gemeinsame Heimatgefühl zu stärken.

09.06.2011

Mitten in Deutschland: Fünfzig persönliche Geschichten deutsch-türkischer Begegnung

Rund 2,5 Millionen türkischstämmige Menschen leben in Deutschland, seitdem vor fünfzig Jahren das deutsch-türkische Anwerbeabkommen geschlossen wurde. Sie alle haben ihre persönliche Integrationsgeschichte erlebt - und viel zur kulturellen und wirtschaftlichen Bereicherung beigetragen. Sie haben Impulse und Innovationen, Ideen und Lebensentwürfe eingebracht und machen deutlich: die Türkei ist auch ohne EU-Beitritt längst ein fester Bestandteil von Deutschland und Europa.

Der von Cem Özdemir und Wolfgang Schuster herausgegebene Band Mitten in Deutschland bietet eine besondere Innenperspektive: Fünfzig Menschen mit türkischstämmigen Wurzeln erzählen, wie sie und ihre Familien hier aufgenommen wurden, welche Herausforderungen sie als Zuwanderer zu bestehen hatten und wie es ihnen gelungen ist, eine neue Heimat zu finden - ohne ihre alte Heimat und ihr Denken aufzugeben. Eine Erfahrungssammlung, die tiefer geht als jede Integrationsdebatte und zeigt, wo unsere Gesellschaft zusammenwächst.

Mit Beiträgen u.a. von Aziza A., Lale Akgün, Kerim Arpad, Nevfel Cumart, Osman Engin, Necla Kelek, Vural Öger, Aygül Özkan, Yüksel Pazarkaya, Serdar Tasci, Canan Topcu, Serkan Tören.

Die Herausgeber:
Cem Özdemir, 1965 als Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie geboren, 1983 wurde er deutscher Staatsbürger, seit 1994 Bundestags-, dann Europaabgeordneter, seit 2008 Bundesvorsitzender der Grünen.

Wolfgang Schuster, geboren 1949 in Ulm, ist seit 1997 Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart. Er ist Präsident des Rats der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) sowie Vize-Präsident und Vorsitzender der Europäischen Sektion des kommunalen Weltverbandes „United Cities and Local Governments" (UCLG) und Vorsitzender der UCLG-Kommission für urbane Mobilität.

Özdemir, Cem / Schuster, Wolfgang (Hrsg.)
Mitten in Deutschland
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2011
Verlag Herder
Format: 13,5 x 21,5 cm, 330 Seiten, Gebunden
€[D] 19,95/ sFr 30.50
ISBN 978-3-451-30469-9

Online zu bestellen im DTF-Bookshop unter http://astore.amazon.de/dtf-21/

03.06.2011

Ausstellung "Merhaba Stuttgart" öffnet am Sonntag

Merhaba Stuttgart
50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen
5. Juni – 18. Dezember 2011 im Linden-Museum

Vor 50 Jahren, am 30. Oktober 1961, schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen. Es war nach den Abkommen mit Italien (1955) sowie Griechenland und Spanien (1960) das vierte Anwerbeabkommen, mit dem Arbeitskräfte nach Deutschland geholt wurden.

Dies ist Anlass für die Ausstellung "Merhaba Stuttgart", zu deutsch "Hallo Stuttgart". Sie erzählt und würdigt 50 Jahre deutsch-türkisches Miteinander und Stadtgeschichte(n) aus der Sicht von türkischstämmigen Stuttgarterinnen und Stuttgartern. Die Grundlage der Ausstellung sind Interviews, die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums West und der Schillerschule Stuttgart geführt haben. Die Präsentation basiert auf den Inhalten der Interviews und ist auch ein Dialog zwischen den Generationen.

Die Ausstellung wurde gemeinsam vom Linden-Museum Stuttgart, Stadtmuseum Stuttgart, Deutsch-Türkischem Forum Stuttgart und den beiden Schulen mit Förderung der Robert Bosch Stiftung erarbeitet. Mehrere Monate lang führten die Schülerinnen und Schüler über 100 Interviews und sammelten Objekte.

Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Themen, bei denen sie stets auch Interviewpartner selbst zu Wort kommen lässt. Sie erzählt Lebensgeschichten und individuelle Erfahrungen. Dabei erheben die präsentierten Inhalte und die Vorstellung ausgewählter Personen nicht den Anspruch, repräsentativ zu sein. Dennoch wird die Vielfalt der türkischen Zuwanderungsgeschichte in Stuttgart sichtbar.

Weil nicht alle Geschichten erzählt sind, haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen an einer Medienstation zu ergänzen. "Merhaba Stuttgart" ist ein Projekt, das durch Beteiligung erweitert und vertieft werden kann.


Die Projektpartner

Das Linden-Museum Stuttgart zählt zu den bedeutendsten Völkerkundemuseen in Europa. Die Sammlungsbestände der sieben Abteilungen belaufen sich auf ca. 160.000 Objekte. Die Geschichte des Museums beginnt mit der Gründung des "Württembergischen Vereins für Handelsgeographie und Förderung Deutscher Interessen im Ausland" im Jahre 1882. Der Verein gründete ein "Handelsgeographisches Museum" in der Gewerbehalle, das Karl Graf von Linden (1838 – 1910) 1889 in ein Völkerkundemuseum umwandelte. Von Linden trug maßgeblich zum Aufbau der Sammlungsbestände bei und bereitete den Bau eines Museumsgebäudes vor, das am 28. Mai 1911 eröffnet wurde. Das Museum befindet sich seit 1973 in gemeinsamer Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg sowie der Landeshauptstadt Stuttgart. Seit 2008 ist es Landesbetrieb. Das Linden-Museum Stuttgart widmet sich den klassischen Museumsaufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen sowie Vermitteln und versteht sich als Forum für Begegnung und Dialog.

Das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart e.V. (DTF) wurde 1999 von deutschen und türkischen Bürgerinnen und Bürgern unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister a. D. Manfred Rommel mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gegründet. Ziel der deutsch-türkischen Bürgerinitiative ist die Förderung kultureller Begegnung und Zusammenarbeit zwischen Deutschen und in Deutschland lebenden Türken. Mit Bildungsinitiativen und Kulturprogrammen leistet das DTF Beiträge zur gesellschaftlichen Integration türkischer Zuwanderer. Es tritt ein für mehr Chancengleichheit der zweiten Generation in Bildung, Beruf und Gesellschaft. Dabei setzt es vor allem auf bürgerschaftliches Engagement. Das DTF ist partei- und konfessionsunabhängig. Durch Kulturreihen mit Kabarett und Musik, Literatur- und Filmtage, Ausstellungen und Gesprächsforen ermöglicht das DTF vielfältige Begegnungen und fördert das Verständnis für die kulturellen Wurzeln der aus der Türkei stammenden Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Die Mitglieder des DTF setzen sich aktiv für bessere schulische und außerschulische Bildung und ein gutes Miteinander in unserer Einwanderungsgesellschaft ein.

Das Stadtmuseum Stuttgart soll nach dem Umzug der Stadtbücherei im Wilhelmspalais eingerichtet werden, die Eröffnung ist voraussichtlich 2015. Das Stadtmuseum versteht sich als offenes und einladendes Forum für den Diskurs über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft Stuttgarts. Es ist als modern gestaltetes Haus mit attraktiven Angeboten konzipiert und will die Vielfalt der Stadt erlebbar machen. Die ständige Ausstellung wird rund um ein mediales Stadtmodell die Stadtgeschichte erzählen, der Schwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert. Auf rund 500m² vertiefen Sonderausstellungen Themen der Stadtgeschichte und der Architektur. Im "Stadtlabor" können Kinder und Jugendliche die Zukunft Stuttgarts planen. Weitere Angebote sind Café, Shop, Vortragssaal und Veranstaltungsflächen, Seminarräume sowie eine Bibliothek zur Stadtgeschichte. Bis zur Eröffnung des Stadtmuseums im Wilhelmspalais zeigt der Planungsstab Stadtmuseum vorbereitende Ausstellungen und stellt mit "Stadtmuseum unterwegs" Materialien für Schulen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Geschichte der Migration.

Weitere Informationen unter www.lindenmuseum.de und www.dtf-stuttgart.de

16.11.2010

50 Jahre Anwerbeabkommen mit Griechenland und Spanien - 50 Jahre Stuttgarter Stadtgeschichte

Der Planungsstab Stadtmuseum zeigt vom 16. November bis zum 28. Dezember im dritten Obergeschoss des Stuttgarter Rathauses die Ausstellung "Liebe auf den zweiten Blick".

Als am 29. und 30. März 1960 die beiden Anwerbeabkommen mit Griechenland und Spanien unterschrieben wurden, war vermutlich niemandem klar, wie sehr diese Verträge die Stadt und die Gesellschaft verändern würden. Heute, 50 Jahre danach, nimmt man diese Veränderungen kaum mehr wahr, sie sind Alltag geworden. Für die Menschen, die aus Griechenland oder Spanien nach Stuttgart kamen, war Stuttgart oft eine Liebe auf den zweiten Blick - das wurde in den vielen Interviews deutlich, die zur Vorbereitung der Ausstellung geführt wurden. Migrationsgeschichte ist Stadtgeschichte. Wer das heutige Stuttgart verstehen will, muss die Geschichte aller Menschen erzählen, die in dieser Stadt leben.

Es sind Geschichten vom Abschied, Stadtgeschichten, die in Petrota oder Cadiz beginnen. Es sind Geschichten vom Aufbruch und Ankommen, von Arbeit, Liebe, Fehlschlägen und Erfolgen. Unter dem Titel "Liebe auf den zweiten Blick" präsentiert die Ausstellung 50 Jahre Stadtgeschichte unter Perspektiven, die einen zweiten Blick wert sind: Was wurde aus den Spaniern und Griechen, die nach Stuttgart kamen? Wurden sie zu Stuttgartern? Und wie griechisch und spanisch wurde Stuttgart? Hinter den bekannten Bildern der "Gastarbeiter" zeigt die Ausstellung, wie sich die Bevölkerung Stuttgarts in kürzester Zeit grundlegend veränderte.

Die Sonderausstellung macht einen wichtigen Arbeitsbereich des künftigen Stadtmuseums im Wilhelmspalais sichtbar: Die Migrationsgeschichte Stuttgarts ist ein integraler und selbstverständlicher Aspekt der Stadtgeschichte. Um die Geschichten der Migranten für die Zukunft zu sichern und sie dauerhaft in die Stadtgeschichte einzuschreiben, legt das Stadtmuseum einen eigenen Sammlungsbereich zur Migrationsgeschichte an.

Führungen durch die Ausstellung können gebucht werden unter Telefon 216-6191 oder E-Mail poststelle.stadtmuseum@stuttgart.de.

23.07.2010

Stellenausschreibung Ausstellungsprojekt "Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei"

Das Linden-Museum Stuttgart sucht vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. Juni 2011 eine/n Mitarbeiter/in (Arbeitszeit 50%) für die Mitarbeit an einem Ausstellungsprojekt anlässlich des 50. Jahrestags des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei.

Das Vorhaben ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Linden-Museum Stuttgart, dem Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart und dem Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart. Es wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Ihre Aufgaben umfassen im Wesentlichen:
- Recherchen zum Ausstellungsprojekt, darunter auch selbständige Durchführung, Auswertung und Aufbereitung von Interviews
- Betreuung von Schulprojekten
- Mitarbeit an der Ausstellungskonzeption
- Organisatorische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Ausstellungsvorbereitung

Wir erwarten von Ihnen:
ein mit „gut“ oder besser abgeschlossenes erstes Hochschulstudium (B.A. oder höher) in einem museums- oder projektrelevanten Fachgebiet (Ethnologie, Orientalistik, Geschichte, Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft o.ä.), den Nachweis ausstellungsrelevanter Arbeitserfahrung (auch Praktika oder freie Mitarbeit) sowie türkische Sprachkenntnisse. Darüber hinaus sollten Sie gute PC-Kenntnisse haben, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Organisationsvermögen und Eigeninitiative mitbringen. Von Vorteil sind Erfahrungen mit oral-history Interviews bzw. Methoden der qualitativen Sozialforschung.
Die Tätigkeit wird nach E 11 TV-L vergütet.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Dr. Annette Krämer (Orient-Referentin, Tel. 0711/2022 - 407) gerne zur Verfügung.

Ihre schriftliche Bewerbung (keine e-Mail) mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte bis spätestens 16.8.2010 (Eingang) an den Vorstand des Linden-Museums, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart. Bitte senden Sie uns nur Kopien ohne Plastikhülle o.ä., da eine Rücksendung nicht erfolgt. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens werden alle Unterlagen vernichtet. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.