Mehr Informationen zum Programm im Blog-Eintrag vom 13.09.
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16.10.2009
stuttgartnacht im Europahaus
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13.10.2009
Festschrift zum Jubiläum erschienen
Zum zehnjährigen Bestehen des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart (DTF) ist eine Festschrift erschienen. Das DTF konnte in den vergangenen zehn Jahren einzigartige Initiativen zum besseren wechselseitigen Verständnis zwischen deutschen und türkischstämmigen Bürgern ergriffen und zur kulturellen Integration der türkischen Zuwanderer in der Region Stuttgart beigetragen. Wie vielseitig, phantasievoll und engagiert diese Beiträge in all den Jahren gestaltet wurden, zeigt die Festschrift mit Jahresüberblicken und Berichten über die jeweils besten Veranstaltungen und Programme.Die DTF-Festschrift ist gegen eine Spende als Druckkostenzuschuss über die Geschäftsstelle (Tel. 0711/2484441, E-Mail: info@dtf-stuttgart.de) zu beziehen.
Für das Inhaltsverzeichnis bitte auf das unten stehende Bild klicken...
06.10.2009
Deutsch-Türkisches Forum Stuttgart vergibt Manfred-Rommel-Preis
Aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens hat das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart e.V. (DTF) bei einem Festakt im Neuen Schloss am Freitagabend (02.10.2009) erstmals den Manfred-Rommel-Preis verliehen, der nach dem Ehrenvorsitzenden des Vereins und früheren Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt benannt ist. Preisträger sind der ehemalige Daimler-Benz-Vorsitzende Edzard Reuter, Cahide Erinkurt vom Frauenverein Markgröningen sowie Mustafa Çetin Akçı, Yıldız Parlak und Nihal Orpac von der AWO-Begegnungsstätte am Ostendplatz.
Mit dem Manfred-Rommel-Preis zeichnet das DTF beispielgebende Projekte aus, die das gegenseitige Verständnis, die gute Nachbarschaft und die Zusammenarbeit von deutschen und türkischen Bürgern nachhaltig gefördert haben. Auch Initiativen und Persönlichkeiten, die sich um die kulturelle, wirtschaftliche und staatsbürgerliche Integration von Zuwandererfamilien verdient gemacht haben, können ausgezeichnet werden. Die vierköpfige Jury hat unter insgesamt 19 Bewerbern entschieden, einen Ehrenpreis und zwei mit jeweils 1.500 EUR dotierte Preise zu vergeben.Staatssekretär Hubert Wicker und Bürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann übergaben die Urkunden sowie die Preisstatuetten. Die metallenen Figuren wurden von der Istanbuler Künstlerin Güneş Çınar entworfen und sind dem "Stuttgarter Rössle" nachempfunden.
Der Ehrenpreis geht an den ehemaligen Daimler-Benz-Vorsitzenden Edzard Reuter. In der Begründung der Jury heißt es: "Edzard Reuter hat sich als Bürger, Unternehmensführer, Publizist und Stifter über Jahrzehnte hinweg für gute deutsch-türkische Beziehungen und für die Integration der nach Deutschland eingewanderten türkischen Mitbürger eingesetzt. Auf seine Initiative hin wurde das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart gegründet. Durch seine Kindheitsjahre in der Emigration mit der türkischen Kultur eng vertraut, ließ er sich stets von der Überzeugung leiten, dass beide Kulturen sich auf vielfältige Weise gegenseitig befruchten können, bei wechselseitigem Interesse, Verständnis und Respekt."
Ein dotierter Preis wird an die Markgröningerin Cahide Erinkurt vergeben. Die Jury begründet: "Cahide Erinkurt, die mit sechs Jahren als Kind türkischer Gastarbeiter nach Deutschland kam, hat nicht nur aus eigener Kraft einen außergewöhnlichen Schul- und Berufsweg genommen, sondern sich neben ihrer Familie auf vorbildliche Weise für das Wohl anderer Menschen in ihrer Gemeinde eingesetzt. Mit ehrenamtlichen Nachhilfeunterricht für viele Kinder als "Abla", bei ihrer Initiative zur Gründung des türkischen Frauenvereins in Markgröningen und durch ihr aktives Engagement auch in anderen Vereinen und Projekten hat sie außergewöhnlichen deutsch-türkischen Bürgersinn bewiesen und auf beispielgebende Weise zur Integration türkischer Familien beigetragen."
Einen weiteren dotierten Preis verleiht das DTF an Mustafa Çetin Akçı, Yıldız Parlak und Nihal Orpac vom Programm "Älter werden in der Fremde" der AWO-Begegnungsstätte am Ostendplatz. In der Begründung heißt es: "Mustafa Çetin Akçı, Yıldız Parlak und Nihal Orpac engagieren sich seit vielen Jahren auf vorbildliche Weise in dem von der Begegnungsstätte Ostendplatz der Arbeiterwohlfahrt in Stuttgart unter Leitung von Ilona Gloning angebotenen Programm "Älter werden in der Fremde". Mit ihrem vielseitigen ehrenamtlichen Angebot für ältere Zuwanderer beweisen sie nicht nur soziale Initiative und deutsch-türkischen Bürgersinn, sondern sorgen auch auf beispielgebende Weise dafür, dass viele Menschen im Alter Gemeinschaft und heimatliche Verbundenheit erfahren."Die Laudationes auf die Preisträger hielten die DTF-Kuratoren Dr. Mehmet Varlık, Ingrid Walz und Nejdet Niflioğlu.
04.10.2009
So eine große Schwester müsste man haben!
Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des DTF Stuttgart berichtet die Stuttgarter Zeitung in ihrer Wochenendbeilage vom 2. Oktober 2009 über einige Teilnehmer unserer Bildungsprogramme.
So eine große Schwester müsste man haben!
Erfolgreiche junge Leute aus Migrantenfamilien engagieren sich als Mentoren für deutschtürkische Grund- und Hauptschüler. Für ihre Schützlinge sind sie nicht nur willkommene Helfer, sondern auch Vorbilder. Unser Fotograf Gottfried Stoppel stellt fünf von ihnen vor.
Eine große Schwester, die einem Mut macht, die bei den Hausis hilft, die mit einem zur Bücherei oder zum Eis essen geht - so eine Abla, wie man im Türkischen respektvoll sagt, müsste man haben! Zeynep Akpinar, 28, Studentin an der PH Ludwigsburg, ist eine solche Abla. Sie betreut zwei Drittklässlerinnen an der Rosenschule. Einmal die Woche trifft sie sich mit den Mädchen, beugt sich - wie wir auf dem großen Foto sehen - mal mit Esra, mal mit Aylin über die Schulhefte. "Ich weiß, welche Schwierigkeiten Kinder aus Migrantenfamilien haben", sagt Akpinar.
Auch Emin Tuna, 25, der aufs Abendgymnasium geht und sein Hobby, die Fliegerei, zum Beruf machen will, engagiert sich für Kinder aus türkischen Einwandererfamilien. Er hat für einen Schüler die Rolle des großen Bruders übernommen. "Hätte ich auch so einen 'Agabey' gehabt, hätte es bei mir vielleicht früher gefunkt", sagt der junge Mann. "Ich weiß, was es heißt, auf andere angewiesen zu sein, weil die eigenen Eltern nicht so gut Deutsch können." Stolz berichtet Tuna, dass sein Schützling bereits schöne Erfolge einfährt: Einmal brachte er in Mathe sogar die beste Arbeit der ganzen Klasse nach Hause.
Solche Geschichten lassen sich vom Agabey- und Abla-Programm des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart berichten, das an diesem Wochenende sein ZehnJahre-Jubiläum feiert. Nicht nur die Geschichten der Schüler erzählen von Erfolgen, sondern auch die Geschichten ihrer Mentoren und der jungen Mitstreiter des Forums. Da ist Esra Yeni, 19, die gerade in der Kerschensteinerschule die Abitursklasse und zugleich eine Ausbildung zur Chemisch-Technischen Assistentin absolviert - sie will aber auch Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen. Da ist Deniz Herkert, 19, der Lehrer werden möchte - für ihn bedeutet gesellschaftspolitisches Engagement keineswegs nur, zur Wahl zu gehen. Und da ist Banu Dilek Turmus, 19, die nicht nur in der türkischen Tanzgruppe "Eurasian Artists" begeistert ihre Talente entfaltet, sondern auch beim Lernen - die Gymnasiastin strebt ein Studium an, das Wirtschaft und Technik verbindet. Nebenbei, in der Freizeit, hilft sie dem Drittklässler Onur. "Es ist wichtig", sagt die ehrenamtliche Abla, "den Kindern Vorbild zu sein." th
So eine große Schwester müsste man haben!
Erfolgreiche junge Leute aus Migrantenfamilien engagieren sich als Mentoren für deutschtürkische Grund- und Hauptschüler. Für ihre Schützlinge sind sie nicht nur willkommene Helfer, sondern auch Vorbilder. Unser Fotograf Gottfried Stoppel stellt fünf von ihnen vor.Eine große Schwester, die einem Mut macht, die bei den Hausis hilft, die mit einem zur Bücherei oder zum Eis essen geht - so eine Abla, wie man im Türkischen respektvoll sagt, müsste man haben! Zeynep Akpinar, 28, Studentin an der PH Ludwigsburg, ist eine solche Abla. Sie betreut zwei Drittklässlerinnen an der Rosenschule. Einmal die Woche trifft sie sich mit den Mädchen, beugt sich - wie wir auf dem großen Foto sehen - mal mit Esra, mal mit Aylin über die Schulhefte. "Ich weiß, welche Schwierigkeiten Kinder aus Migrantenfamilien haben", sagt Akpinar.
Auch Emin Tuna, 25, der aufs Abendgymnasium geht und sein Hobby, die Fliegerei, zum Beruf machen will, engagiert sich für Kinder aus türkischen Einwandererfamilien. Er hat für einen Schüler die Rolle des großen Bruders übernommen. "Hätte ich auch so einen 'Agabey' gehabt, hätte es bei mir vielleicht früher gefunkt", sagt der junge Mann. "Ich weiß, was es heißt, auf andere angewiesen zu sein, weil die eigenen Eltern nicht so gut Deutsch können." Stolz berichtet Tuna, dass sein Schützling bereits schöne Erfolge einfährt: Einmal brachte er in Mathe sogar die beste Arbeit der ganzen Klasse nach Hause.
Solche Geschichten lassen sich vom Agabey- und Abla-Programm des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart berichten, das an diesem Wochenende sein ZehnJahre-Jubiläum feiert. Nicht nur die Geschichten der Schüler erzählen von Erfolgen, sondern auch die Geschichten ihrer Mentoren und der jungen Mitstreiter des Forums. Da ist Esra Yeni, 19, die gerade in der Kerschensteinerschule die Abitursklasse und zugleich eine Ausbildung zur Chemisch-Technischen Assistentin absolviert - sie will aber auch Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen. Da ist Deniz Herkert, 19, der Lehrer werden möchte - für ihn bedeutet gesellschaftspolitisches Engagement keineswegs nur, zur Wahl zu gehen. Und da ist Banu Dilek Turmus, 19, die nicht nur in der türkischen Tanzgruppe "Eurasian Artists" begeistert ihre Talente entfaltet, sondern auch beim Lernen - die Gymnasiastin strebt ein Studium an, das Wirtschaft und Technik verbindet. Nebenbei, in der Freizeit, hilft sie dem Drittklässler Onur. "Es ist wichtig", sagt die ehrenamtliche Abla, "den Kindern Vorbild zu sein." th
24.09.2009
Rafet El Roman, Mario Rispo und viele andere beim Bürgerfest am 3. Oktober auf dem Marktplatz
Aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens veranstaltet das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart (DTF) am 3. Oktober (12-22 Uhr) ein Bürgerfest auf dem Stuttgarter Marktplatz. Auf der Bühne werden den ganzen Tag über zahlreiche deutsch-türkische Musik- und Tanzgruppen aus der Region Stuttgart auftreten: die Oriental Fusion Rockgruppe grup-LiMAN, die Multi-Kulti-Truppe Zeitlos, die Rockformation GACIPA, die Sängerin Ninel, der türkisch-singende Musiker Dirk Schweer und die Weltmusik-Gruppe genetic-project. Zum Höhepunkt des Abends stehen dann der Deutsch-Italiener Mario Rispo mit klassischen türkischen Liedern und der türkische Superstar Rafet El Roman auf der Bühne. Neben den Musikgruppen werden verschiedene Stuttgarter Tanz- und Folkloregruppen Tänze aus allen Regionen der Türkei vorstellen.Auch sonst ist viel geboten auf dem Marktplatz: Türkische Gastronomen aus Stuttgart präsentieren auf einer kulinarischen Meile Spezialitäten und Leckereien aus der türkischen Küche. Für Jung und Alt gibt es Informations- und Mitmachangebote von Stuttgarter Kultur- und Bildungseinrichtungen. So wird der neue Bücherbus der Stadtbücherei Stuttgart dabei sein, vor dem Lesepaten vom Verein Leseohren türkische und deutsche Gedichte vorlesen. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg wird über Landesgeschichte und –politik informieren. Des Weiteren beteiligen sich das Gemeinschaftserlebnis Sport und das Europazentrum Baden-Württemberg. Die Jubiläumsveranstaltung des DTF wird gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Der Eintritt ist frei.
Mit dem Deutsch-Türkischen Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit möchte das DTF nicht nur sein 10-jähriges Vereinsjubiläum feiern, sondern vor allem die Begegnung in Stuttgart lebender Deutscher, Türken und anderen Migranten fördern.
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