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27.04.2011

Internetprojekt "Die Verantwortlichen" geht an der Start

Seit heute begleiten 150 engagierte Bürger aus ganz Deutschland ihre gemeinnützigen Initiativen mit einer Videokamera und stellen ihre Arbeit im Internet vor. Sie nehmen teil an dem Projekt "Die Verantwortlichen", das die Robert Bosch Stiftung zum 150. Geburtstag von Robert Bosch ins Leben gerufen hat. Es sind Menschen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen, die Initiative ergreifen, Ideen entwickeln, Zeit und Geld opfern und andere mitreißen.

Mit dabei ist auch der DTF-Geschäftsführer Kerim Arpad. Er wird in den kommenden Wochen die Kultur- und Bildungsprogramme des Deutsch-Türkischen Forums in kurzen Filmen vorstellen und möchte damit für gesellschaftliches Engagement werben.

Mehr zu der Kampagne auf der Internetseite www.verantwortung-unternehmen.org und im YouTube Channel www.youtube.com/DieVerantwortlichen

31.12.2010

Entdecke das Land am Bosporus mit einem Stipendium der Stiftung Mercator

Eine jahrtausendealte Kultur zwischen Orient und Okzident, quirlige Städte und faszinierende Landschaften – die Türkei wartet darauf, von Dir entdeckt zu werden! Gemeinsam mit der Stiftung Mercator bietet YFU Dir die Gelegenheit, Deine ganz persönlichen Erfahrungen im Land am Bosporus zu sammeln.

Während Deines Austauschjahres in der Türkei lebst Du in einer Gastfamilie und besuchst gemeinsam mit gleichaltrigen Jugendlichen die Schule. So wirst Du selbst für ein Jahr lang Teil des türkischen Alltags und der türkischen Kultur. Eine einmalige Erfahrung fürs Leben!

Das Stipendium
Die Stiftung Mercator möchte den Schüleraustausch mit der Türkei auch für Jugendliche ermöglich, deren Familien sich das Austauschjahr selbst nicht leisten könnten. Sie vergibt daher für YFU-Austauschschüler, die ein Jahr in der Türkei verbringen, für das Schuljahr 2011/2012 zehn Teilstipendien. Das YFU-Austauschjahr in der Türkei kostet regulär 5.850 Euro. Die genaue Höhe des Teilstipendiums, das Du von der Stiftung Mercator bekommst, hängt von den individuellen finanziellen Möglichkeiten Deiner Familie ab.

Voraussetzungen & Bewerbung
  • Du bist zwischen dem 1. Juli 1993 und dem 31. Juli 1996 geboren.
  • Du bist offen, anpassungsfähig und hast Interesse an der türkischen Kultur.

In den Bewerbungsunterlagen für das Austauschjahr mit YFU gibst Du an, dass Du ein Stipendium der Stiftung Mercator beantragen möchtest. Die Bewerbungsunterlagen kannst Du per E-Mail an info@yfu.de anfordern. Bewerbungsschluss für das Austauschjahr 2011/2012 ist Ende Februar 2011.

Download Infoblatt
http://www.yfu.de/images/stories/Downloads/EP/austausch-tuerkei-mercator.pdf

Weitere Informationen zum Programam und Bewerbungsverfahren
http://www.yfu.de/ins-ausland-gehen/mercator

17.11.2010

Landeszentrale für politische Bildung startet Modellprojekt zur Prävention von Islamismus

Welche Rolle spielt der Islam im Leben von muslimischen Jugendlichen? Wie lassen sich religiöse Überzeugungen von islamistischen Positionen unterscheiden? Wie kann man demokratiefeindlichen Einstellungen bei jungen Musliminnen und Muslimen entgegenwirken? In einem bundesweit bisher einzigartigen Modellprojekt zur Prävention von islamistischem Extremismus können sich Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Baden-Württemberg ab sofort mit diesen Fragen auseinandersetzen. Landesweit bietet das "Team meX. Mit Zivilcourage gegen islamistischen Extremismus" Fortbildungen und Fachvorträge, um in der Jugend- und Bildungsarbeit Tätige für das Themenfeld "Islamistischer Extremismus" zu sensibilisieren und eine Diskussion über Handlungsmöglichkeiten im praktischen Umgang mit dem Phänomen zu ermöglichen. Das Projekt wird von der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Landesamt für Verfassungsschutz durchgeführt und von der Baden-Württemberg Stiftung finanziert.

Mit einem Angebot zur Prävention von islamistischem Extremismus betreten die beteiligten Institutionen Neuland. Weder auf Bundes- noch auf Landesebene besteht ein vergleichbares Programm. "Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner und dank der Förderung durch die Baden-Württemberg Stiftung leistet die Landeszentrale beim Thema Islamismusprävention Pionierarbeit", erklärt Karl-Ulrich Templ, stellvertretender Direktor der Landeszentrale für politische Bildung. "Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, welche Anziehungskraft islamistische Propaganda gerade auf junge Menschen ausüben kann und welche Wertekonflikte dadurch ausgelöst werden. Dieses Erfahrungswissen bringen wir in das Projekt und damit in die praktische Arbeit mit Jugendlichen ein", sagt die Präsidentin des Landesamtes für Verfassungsschutz, Beate Bube, über die Bedeutung von Präventionsangeboten in diesem Bereich. "Die Baden-Württemberg Stiftung versteht sich als Zukunftswerkstatt des Landes. Die Vermittlung von Wissen und Werten ist uns ein großes Anliegen. Über Präventionsprojekte wollen wir negativen Entwicklungen gerade bei jungen Menschen frühzeitig begegnen", erläutert Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung.

Der Fokus des neuen Präventionsprojektes liegt weniger auf der Vermittlung von Faktenwissen über islamistische Prediger oder Gruppierungen. Es geht vielmehr darum, Lehrkräften und Mitarbeitenden in Jugendeinrichtungen einen Einblick in die Lebenswelten muslimischer Jugendlicher zu geben und sie für Einfallstore islamistischer Ideologien zu sensibilisieren. Ein wichtiges Anliegen des Projektes ist die Vorstellung verschiedener muslimisch-jugendkultureller Szenen in Deutschland anhand von Musikbeispielen und Videoclips. "Mit islamistischem Extremismus hat das zunächst nichts zu tun. Es soll den meist nicht-muslimischen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zeigen, wie vielfältig die Lebensstile und Glaubensformen junger Musliminnen und Muslime in Deutschland sind", erklärt Regina Bossert, Mitarbeiterin der Landeszentrale und Leiterin des Projektes. In Abgrenzung zur Vielfalt innerhalb der muslimischen Jugendkulturen werden islamistische Positionen und Propaganda vorgestellt und diskutiert. So erhalten in der Jugendarbeit Tätige ein Gespür für die Unterscheidung von religiösen Überzeugungen und demokratiegefährdenden, islamistischen Einstellungen. Das ist die zentrale Voraussetzung dafür, im Dialog mit jungen Musliminnen und Muslimen radikalen und extremistischen Einstellungen begegnen und vorbeugen zu können – ohne ihre Religion in Frage zu stellen.

Die Fortbildungen und Fachvorträge zur Prävention von islamischem Extremismus, die im Rahmen des Modellprojektes angeboten werden, können ab sofort bei der Landeszentrale für politische Bildung gebucht werden. Sie werden auf Anfrage kostenfrei und vor Ort in Schulen, Einrichtungen der offenen und verbandlichen Jugendarbeit, in Kommunen und bei Vereinen in ganz Baden-Württemberg durchgeführt. Angesprochen sind alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die sich mit dem Thema "Islamistischer Extremismus" auseinandersetzen und ihr Fach- und Praxiswissen vertiefen möchten. Durchgeführt werden die Veranstaltungen vom "Team meX", einem Netzwerk von vierzehn freien Mitarbeitenden der Landeszentrale. Alle Teamerinnen und Teamer bringen praktische Erfahrungen aus dem Bereich der Jugend- und Bildungsarbeit mit und sind fachlich und methodisch speziell für die Durchführung der Projektangebote qualifiziert worden.

Weitere Informationen unter http://www.lpb-bw.de/ und http://www.team-mex.de/