23.08.2011

US-Generalkonsul trifft junge Engagierte im DTF

Der Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Frankfurt, Edward M. Alford, traf sich am 16. August 2011 mit dem DTF-Jugendforum, um dessen Projekte kennenzulernen und sich einen Eindruck vom Thema Integration zu verschaffen. Seitens des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart waren neben dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Bopp, dem Geschäftsführer Kerim Arpad sowie dem Jugendforums-Sprecher Deniz Herkert auch zahlreiche Mitglieder des Jugendforums sowie Teilnehmer des Stipendien- und Mentorenprogramms "Ağabey-Abla" anwesend.

Generalkonsul Alford interessierte sich insbesondere für Fragen der politischen und gesellschaftlichen Partizipation junger Menschen, der Optionspflicht im Staatsbürgerschaftsrecht und welche Werte Menschen in Deutschland gemeinsam teilen. Er betonte, wie wichtig das Thema Integration in Zeiten der Abwanderung von qualifizierten Fachkräften sei und stellte heraus, was für eine bedeutende Rolle dieses Thema auch in Bezug auf den demographischen Wandel einnehme.

Neben Fragen rund um das Thema Integration wurden auch die Rolle von Migranten und die Frage der Religion in den Vereinigten Staaten von Amerika angesprochen. Generalkonsul Alford legte besonderen Wert darauf, die individuellen Ansichten jedes einzelnen Jugendlichen kennenzulernen. Die Jugendlichen hatten aufgrund der aufgeschlossenen und interessierten Haltung des Generalkonsuls kein Problem damit, ihre Ansichten zu schildern und ließen sogar Einblicke in persönlichen Erfahrungen zu.

Der Besuch des amerikanischen Generalkonsuls beim DTF zeigt, wie schon der Besuch des amerikanischen Botschafters im vergangenen Jahr, das wachsende internationale Interesse, das den Zielen und der Arbeit des Forums entgegengebracht wird. Besondere Aufmerksamkeit fanden dabei stets die auf dem freiwilligen Engagement junger Leute beruhenden Bildungsinitiatven des DTF, welche seit drei Jahren mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung auf den Weg gebracht werden konnten. Über die Ernst-Reuter-Initiatve der Außenministerien Deutschlands und der Türkei wird das "Ağabey-Abla"-Programm zudem im Rahmen der deutsch-türkischen Kulturbeziehungen als vorbildlich gewürdigt.

12.08.2011

"Ağabey-Abla"-Programm für Deutschen Engagementpreis 2011 nominiert

Das Stipendien- und Mentorenprogramm "Ağabey-Abla" des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart (DTF) wurde für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Das DTF wurde aufgrund der originellen und einzigartigen Idee für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen, mit der es den aktuellen Herausforderungen in Deutschland begegnet. Der Einsatz der rund 80 Mentorinnen und Mentoren im Stipendien- und Mentorenprogramm "Ağabey-Abla" erfährt durch diese Nominierung eine besondere Anerkennung. Dies erfreut nicht nur die Verantwortlichen im Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart, sondern zeigt auch, dass das Thema der Bildungs- und Begabtenförderung öffentlich wahrgenommen und als preiswürdig eingeschätzt wird. Kerim Arpad, der Geschäftsführer des DTF, zeigte sich angesichts der Nominierung hoch erfreut und dankte den rund 80 Mentorinnen und Mentoren für ihren vorbildlichen Einsatz.

Der Deutsche Engagementpreis ehrt freiwillig engagierte Organisationen, Unternehmen und Personen. Die Auszeichnung wird verliehen vom Bündnis für Gemeinnützigkeit, einem Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie von Experten und Wissenschaftlern. Förderer des Preises sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Zukunftsfonds der Generali Deutschland Holding AG.

Der Deutsche Engagementpreis wird in den Kategorien Gemeinnütziger Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft, Politik & Verwaltung sowie der diesjährigen Schwerpunktkategorie Engagement von Älteren vergeben. Während eine Experten-Jury die Preisträger der einzelnen Kategorien bestimmt, können sich auch die Bürger selbst an der Auswahl der Sieger beteiligen: Sie wählen im Herbst den Gewinner des mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreises mittels Online-Voting-Verfahren auf der Website http://www.deutscher-engagementpreis.de aus einer Vorauswahl von ca. 20 Projekten.

21.07.2011

8. Filmfestival "Bollywood and beyond"

Grelle Farben, schmissige Musik und jede Menge Exotik: Indien gibt fünf Tage lang beim 8. Filmfestival "Bollywood and beyond" ein cineastisches Gastspiel im CinemaxX im Stuttgarter SI-Zentrum. Zum Auftakt stand am Mittwochabend (20.07.2011) das Drama "Udaan" auf dem Spielplan. Europas größtes indisches Filmfest dauert bis zum Sonntag, der Themenschwerpunkt lautet "Starke Frauen in Indien". Das Festival wird vom Filmbüro Baden-Württemberg organisiert.

Der begehrte indische Mädchenschwarm Siddharth flimmert mit seinem Megahit "180" über die Leinwand, in "Raju" wird das Geschäft mit Waisenkindern angeprangert, und im Film "Gandu" rappt ein 20-Jähriger gesellschaftliche Tabus nieder. Für den besten Spielfilm wird der mit 4000 Euro dotierte Filmpreis "German Star of India" vergeben. Auch in den Kategorien Dokumentar-und Kurzfilm sind Preise ausgelobt. Zudem kürt das Festivalpublikum einen Favoriten. Am Rand der Filmschau finden ein deutsch-indisches Energie-Forum, Workshops, Musik und "Tea-Talks" Statt.

Weitere Informationen unter http://www.bollywood-festival.de/

15.07.2011

Ministerpräsident Kretschmann empfängt "Land der Ideen" Preisträger

"Die Preisträger im Wettbewerb '365 Orte im Land der Ideen' haben sich allesamt durch besonders innovative und zukunftsweisende Projekte hervorgetan. Sie stehen mit ihren Ideen und Projekten exemplarisch für die Innovationskraft und das Engagement im Land", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann anlässlich des Empfangs der Preisträger im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" am heutigen Freitag (15. Juli 2011) im Neuen Schloss in Stuttgart. "Die Preisträger machen deutlich, dass die Politik gut beraten ist, wenn sie mehr auf die Impulse aus der Zivilgesellschaft hört, auf neue Ideen aus Vereinen und Kultureinrichtungen, aus Schulen und Kommunen, aus Wissenschaft und Wirtschaft. Denn die guten Ideen von heute haben das Potenzial, die Wirklichkeit von morgen zu formen", unterstrich Kretschmann.

Von den 365 Preisträgern kommen in diesem Jahr 48 aus Baden-Württemberg. Zu den ausgezeichneten Ideen zählt auch das Stipendien- und Mentorenprogramm Ağabey-Abla des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart. Mehr zum "Land der Ideen" und wie Sie unser ausgezeichnetes Programm unterstützen können unter http://www.land-der-ideen.de/de/365-orte/preistraeger/stipendien-und-mentorenprogramm-agabey-abla

08.07.2011

Start des Jugendwettbewerbs "Heimat Almanya – Zeig uns Dein Deutschland"

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei startet die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer einen bundesweiten Jugendwettbewerb. Unter dem Titel "Heimat Almanya – Zeig uns Dein Deutschland" werden Jugendliche aufgefordert, sich künstlerisch mit ihrer persönlichen Vorstellung von Heimat auseinanderzusetzen.

Sängerin Bahar Kizil (Monrose), Schauspieler Fahri Ogün Yardim ("Almanya", "Chico"), Moderatorin und Autorin Nazan Eckes, Tänzer Kadir "Amigo" Memis (Flying Steps) sowie viele weitere erfolgreiche junge Persönlichkeiten aus Entertainment, Kunst und Szene unterstützen die Aktion.

Die Beiträge der prominenten Unterstützer stehen als Motivation und Steilvorlage für die eigenen Ideen der Jugendlichen zum Thema "Heimat Almanya – Zeig uns Dein Deutschland". Bis Ende September 2011 können Beiträge auf die Wettbewerbshomepage www.heimat-almanya.de hochgeladen werden – in Form von Video, Photographie, Text, Audio oder Kunst. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Dialog zwischen den unterschiedlichen Kulturen in Deutschland zu fördern und das gemeinsame Heimatgefühl zu stärken.

06.07.2011

Gewinnen Sie 3 x 2 Karten für "Musik in Ekstase" mit Hüsnü Şenlendirici bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Der türkische Klarinettist Hüsnü Şenlendirici ist am 20. Juli 2011 im Rahmen der Konzertreihe "Musik in Ekstase" bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen zu Gast. Er ist einer von drei musikalischen Partnern des tunesischen Sängers und Oud-Spielers Dhafer Youssef, der die Konzertreihe "Musik in Ekstase" kuratiert.

Die arabischen Klänge Dhafer Youssefs treffen durch die Begegnung mit Hüsnü Şenlendirici auf die Tradition der Sufi. Die beiden werden von einer international besetzten Band begleitet. Der norwegische Gitarrist Eivind Aarset, die dänische Percussionistin Marilyn Mazur, der türkische Kanun-Spieler Aytaç Doğan sowie der kanadische Bassist Chris Jennings vervollständigen das Ensemble bei diesem außergewöhnlichen Konzerterlebnis.


Musik in Ekstase I – Dhafer Youssef & Hüsnü Şenlendirici
Mittwoch, 20. Juli 2011
20:00 Uhr (Einführung um 19:15 Uhr)
Ordenssaal, Residenzschloss Ludwigsburg
Karten 26-49 EUR

Karten & Information
Ludwigsburger Schlossfestspiele
Palais Grävenitz
Marstallstr. 5
71634 Ludwigsburg
Telefon 07141 / 93 96 36
E-Mail karten@schlossfestspiele.de

Weitere Informationen unter http://www.schlossfestspiele.de/veranstaltungen/musik_in_ekstase_i.htm/date_id:158

Verlosung
Als Partner der Ludwigsburger Schlossfestspiele verlost das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart 3 x 2 Karten für "Musik in Ekstase" mit Hüsnü Şenlendirici am 20. Juli 2011. Zur Teilnahme an der Verlosung senden Sie bitte bis 13. Juli 2011, 12 Uhr eine E-Mail mit Angabe Ihres Namens und Postadresse an info@dtf-stuttgart.de . Die Verlosung unter allen Einsendern findet am 13. Juli 2011 statt, die Gewinner werden direkt im Anschluss per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

29.06.2011

Masterstudiengang deutsch-türkisches Wirtschaftsrecht Köln/Istanbul mit Stipendienmöglichkeit

Die Universität zu Köln und die Istanbuler Bilgi Universität machen auf den Masterstudiengang Deutsches und Türkisches Wirtschaftsrecht (LL.M. Köln/Istanbul Bilgi) und auf die Stipendienmöglichkeit für die Studienphase in Istanbul aufmerksam.

Insgesamt stehen knapp 10 DAAD-Stipendien des Deutsch-Türkischen Masterstudienganges für Reise- und Lebenshaltungskosten für den nächsten Jahrgang 2011/2012 zur Verfügung. Hinzu kommt ein Gebührenstipendium i.H.v. 4.000,- Euro der Istanbul Bilgi Universität für alle Kölner Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zudem fallen keine Studiengebühren an der Universität zu Köln an. Aufgrund der neuen DAAD-Stipendien wurde die Bewerbungsfrist bis zum 15. August 2011 verlängert.

Der zweite Jahrgang, der zum Wintersemester 2011/2012 beginnt, ist nach Sürreya Ağaoğlu, der ersten im Jahre 1927 in der Türkei zugelassenen Rechtsanwältin, benannt. Für diesen Jahrgang können sich Juristinnen und Juristen mit mindestens dem ersten juristischen Examen aus Deutschland oder mit der juristischen lisans aus der Türkei bewerben. Vorausgesetzt werden gute Deutsch- und Türkischkenntnisse. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.jura.uni-koeln.de/dtm.html

Durch das gemeinsame Studieren und Leben in einer kleinen Gruppe von maximal 20 Studierenden im Herzen von zwei internationalen und kulturell bedeutenden Städten erwerben die Teilnehmer/innen mit dem Studium nicht nur an einer, sondern an zwei führenden Universitäten eine besondere Zusatzqualifikation, die sie aus der Gruppe der anderen Wirtschaftsjuristen heraushebt. Sie profitieren von einem exzellenten Karrierenetzwerk, u.a. durch Vermittlung berufsbezogener Praktika durch die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer / Türk-Alman Ticaret ve Sanayi Odası. Ab dem Wintersemester 2011/2012 wird das Programm auch durch einen intensiven Dozentenaustausch begleitet, der der Vernetzung und Betreuung dient und von der Stiftung Mercator großzügig gefördert wird.

Die Architekten und heutigen Programmbeauftragten Prof. Dr. Mansel aus Köln und Prof. Dr. Atamer aus Istanbul sind stolz auf ihre ersten Absolventinnen und Absolventen und die überwältigende Resonanz ihres Programmes in Politik und Wirtschaft. Dieser Erfolg ist dem Konzept zu verdanken, das einen international zertifizierten Master-Titel als gemeinsamen Abschluss beider Universitäten vorsieht. Ein solcher Joint-Degree ist Ausdruck der einzigartig engen Verzahnung des Studienprogrammes.

Um den besten Bewerberinnen und Bewerbern das Studium zu ermöglichen und alle Kräfte dem Studiengang zugutekommen zu lassen, haben die Partneruniversitäten beispielslos für ein Masterprogramm dieser hohen Qualität vereinbart, gegenseitig auf Studiengebühren zu verzichten und darüber hinaus den Studierenden einen monatlichen Mobilitätszuschuss zu gewähren.

Bewerbungen können bis zum 15. August 2011 unter folgende Postanschrift eingereicht werden:
Prof. Dr. Mansel
Universität zu Köln
Zentrum für Internationale Beziehungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
DTM-Studiengang
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Für Rückfragen stehen Frau Elvan Er (e.er@uni-koeln.de) und Frau Filiz Avkin (f.avkin@uni-koeln.de) per E-Mail oder auch telefonisch unter 0221/168 21 601 oder - 600 zur Verfügung.

27.06.2011

Bestimmen Sie mit beim Stuttgarter Bürgerhaushalt

Die Bürger Stuttgarts sollen den städtischen Haushalt für 2012/13 mitgestalten - das ist die Idee des Bürgerhaushalts. Alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter können Ideen einbringen, wo gespart und wo mehr Geld ausgegeben werden kann. Vom 1. bis 29. Juli ist die Bewertungsplattform im Internet www.buergerhaushalt-stuttgart.de geöffnet. Dort und an der Infothek im Rathaus und in allen Bürgerbüros können bis 22. Juli Vorschläge für den Bürgerhaushalt abgegeben werden. Bis zum 29. Juli können die Vorschläge bewertet werden.

Die 100 Vorschläge, die auf der Online-Plattform die meiste Zustimmung bekommen haben, werden ab August von der Verwaltung geprüft und für die Haushaltsvorbereitungen im Herbst vorbereitet. Allerdings müssen die Vorschläge realisierbar und finanzierbar sein sowie in die Zuständigkeit der Stadt fallen. Je praktischer die Ideen und je größer das Interesse für die Allgemeinheit, desto besser die Chancen, dass sie in die Tat umgesetzt werden können.

Weitere Informationen in einer Broschüre zum Bürgerhaushalt
http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/426758/66875.pdf

und unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de

20.06.2011

24-Stunden-Lauf für Kinderrechte am 2. und 3. Juli 2011

Unter dem Motto "Macht Kinder stark" findet am 2. und 3. Juli 2011 zum fünften Mal in Folge der 24-Stunden-Lauf für die Rechte der Kinder in Stuttgart (www.24h-lauf-kinderrechte.de) statt. Mit jeder gelaufenen Runde werden Kinderhilfsprojekte in der Landeshauptstadt unterstützt. Alle Sportbegeisterten, Familien sowie Lauf- und Sportgruppen sind deshalb schon jetzt aufgefordert, am ersten Juliwochenende für einen guten Zweck auf der Bezirkssportanlage in Stuttgart-Degerloch dabei zu sein.

Das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart beteiligt sich erneut mit dem "Agabey-Abla"-Team, in dem unsere Mentoren, Schüler und Eltern mitlaufen. Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir Läuferinnen und Läufer, die einige Runden beisteuern! Jede Runde - egal ob gelaufen oder spazieren gegangen - zählt! Jung und alt können mitmachen! Jeder kann am 24-Stunden-Lauf teilnehmen und auf diese Weise Projekte rund um ein kinderfreundliches Stuttgart unterstützen! Für Kinder gibt es während des 24-Stunden-Laufs zahlreiche Mitmachaktionen wie eine Hüpfburg, Jonglage, Torwandschießen und vieles mehr. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Also - wer dabei sein möchte, kann am 2. Juli ab 14 Uhr und bis 14 Uhr am 3. Juli auf die Bezirkssportanlage Degerloch (auf der Waldau, Georgiiweg 10a, Stuttgart) kommen. Bitte zuerst an unserem DTF-Stand vorbeischauen, um sich den Lauf-Chip abzuholen, mit dem die Runden gezählt werden.

09.06.2011

Mitten in Deutschland: Fünfzig persönliche Geschichten deutsch-türkischer Begegnung

Rund 2,5 Millionen türkischstämmige Menschen leben in Deutschland, seitdem vor fünfzig Jahren das deutsch-türkische Anwerbeabkommen geschlossen wurde. Sie alle haben ihre persönliche Integrationsgeschichte erlebt - und viel zur kulturellen und wirtschaftlichen Bereicherung beigetragen. Sie haben Impulse und Innovationen, Ideen und Lebensentwürfe eingebracht und machen deutlich: die Türkei ist auch ohne EU-Beitritt längst ein fester Bestandteil von Deutschland und Europa.

Der von Cem Özdemir und Wolfgang Schuster herausgegebene Band Mitten in Deutschland bietet eine besondere Innenperspektive: Fünfzig Menschen mit türkischstämmigen Wurzeln erzählen, wie sie und ihre Familien hier aufgenommen wurden, welche Herausforderungen sie als Zuwanderer zu bestehen hatten und wie es ihnen gelungen ist, eine neue Heimat zu finden - ohne ihre alte Heimat und ihr Denken aufzugeben. Eine Erfahrungssammlung, die tiefer geht als jede Integrationsdebatte und zeigt, wo unsere Gesellschaft zusammenwächst.

Mit Beiträgen u.a. von Aziza A., Lale Akgün, Kerim Arpad, Nevfel Cumart, Osman Engin, Necla Kelek, Vural Öger, Aygül Özkan, Yüksel Pazarkaya, Serdar Tasci, Canan Topcu, Serkan Tören.

Die Herausgeber:
Cem Özdemir, 1965 als Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie geboren, 1983 wurde er deutscher Staatsbürger, seit 1994 Bundestags-, dann Europaabgeordneter, seit 2008 Bundesvorsitzender der Grünen.

Wolfgang Schuster, geboren 1949 in Ulm, ist seit 1997 Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart. Er ist Präsident des Rats der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) sowie Vize-Präsident und Vorsitzender der Europäischen Sektion des kommunalen Weltverbandes „United Cities and Local Governments" (UCLG) und Vorsitzender der UCLG-Kommission für urbane Mobilität.

Özdemir, Cem / Schuster, Wolfgang (Hrsg.)
Mitten in Deutschland
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2011
Verlag Herder
Format: 13,5 x 21,5 cm, 330 Seiten, Gebunden
€[D] 19,95/ sFr 30.50
ISBN 978-3-451-30469-9

Online zu bestellen im DTF-Bookshop unter http://astore.amazon.de/dtf-21/

03.06.2011

Ausstellung "Merhaba Stuttgart" öffnet am Sonntag

Merhaba Stuttgart
50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen
5. Juni – 18. Dezember 2011 im Linden-Museum

Vor 50 Jahren, am 30. Oktober 1961, schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen. Es war nach den Abkommen mit Italien (1955) sowie Griechenland und Spanien (1960) das vierte Anwerbeabkommen, mit dem Arbeitskräfte nach Deutschland geholt wurden.

Dies ist Anlass für die Ausstellung "Merhaba Stuttgart", zu deutsch "Hallo Stuttgart". Sie erzählt und würdigt 50 Jahre deutsch-türkisches Miteinander und Stadtgeschichte(n) aus der Sicht von türkischstämmigen Stuttgarterinnen und Stuttgartern. Die Grundlage der Ausstellung sind Interviews, die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums West und der Schillerschule Stuttgart geführt haben. Die Präsentation basiert auf den Inhalten der Interviews und ist auch ein Dialog zwischen den Generationen.

Die Ausstellung wurde gemeinsam vom Linden-Museum Stuttgart, Stadtmuseum Stuttgart, Deutsch-Türkischem Forum Stuttgart und den beiden Schulen mit Förderung der Robert Bosch Stiftung erarbeitet. Mehrere Monate lang führten die Schülerinnen und Schüler über 100 Interviews und sammelten Objekte.

Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Themen, bei denen sie stets auch Interviewpartner selbst zu Wort kommen lässt. Sie erzählt Lebensgeschichten und individuelle Erfahrungen. Dabei erheben die präsentierten Inhalte und die Vorstellung ausgewählter Personen nicht den Anspruch, repräsentativ zu sein. Dennoch wird die Vielfalt der türkischen Zuwanderungsgeschichte in Stuttgart sichtbar.

Weil nicht alle Geschichten erzählt sind, haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen an einer Medienstation zu ergänzen. "Merhaba Stuttgart" ist ein Projekt, das durch Beteiligung erweitert und vertieft werden kann.


Die Projektpartner

Das Linden-Museum Stuttgart zählt zu den bedeutendsten Völkerkundemuseen in Europa. Die Sammlungsbestände der sieben Abteilungen belaufen sich auf ca. 160.000 Objekte. Die Geschichte des Museums beginnt mit der Gründung des "Württembergischen Vereins für Handelsgeographie und Förderung Deutscher Interessen im Ausland" im Jahre 1882. Der Verein gründete ein "Handelsgeographisches Museum" in der Gewerbehalle, das Karl Graf von Linden (1838 – 1910) 1889 in ein Völkerkundemuseum umwandelte. Von Linden trug maßgeblich zum Aufbau der Sammlungsbestände bei und bereitete den Bau eines Museumsgebäudes vor, das am 28. Mai 1911 eröffnet wurde. Das Museum befindet sich seit 1973 in gemeinsamer Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg sowie der Landeshauptstadt Stuttgart. Seit 2008 ist es Landesbetrieb. Das Linden-Museum Stuttgart widmet sich den klassischen Museumsaufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen sowie Vermitteln und versteht sich als Forum für Begegnung und Dialog.

Das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart e.V. (DTF) wurde 1999 von deutschen und türkischen Bürgerinnen und Bürgern unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister a. D. Manfred Rommel mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gegründet. Ziel der deutsch-türkischen Bürgerinitiative ist die Förderung kultureller Begegnung und Zusammenarbeit zwischen Deutschen und in Deutschland lebenden Türken. Mit Bildungsinitiativen und Kulturprogrammen leistet das DTF Beiträge zur gesellschaftlichen Integration türkischer Zuwanderer. Es tritt ein für mehr Chancengleichheit der zweiten Generation in Bildung, Beruf und Gesellschaft. Dabei setzt es vor allem auf bürgerschaftliches Engagement. Das DTF ist partei- und konfessionsunabhängig. Durch Kulturreihen mit Kabarett und Musik, Literatur- und Filmtage, Ausstellungen und Gesprächsforen ermöglicht das DTF vielfältige Begegnungen und fördert das Verständnis für die kulturellen Wurzeln der aus der Türkei stammenden Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Die Mitglieder des DTF setzen sich aktiv für bessere schulische und außerschulische Bildung und ein gutes Miteinander in unserer Einwanderungsgesellschaft ein.

Das Stadtmuseum Stuttgart soll nach dem Umzug der Stadtbücherei im Wilhelmspalais eingerichtet werden, die Eröffnung ist voraussichtlich 2015. Das Stadtmuseum versteht sich als offenes und einladendes Forum für den Diskurs über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft Stuttgarts. Es ist als modern gestaltetes Haus mit attraktiven Angeboten konzipiert und will die Vielfalt der Stadt erlebbar machen. Die ständige Ausstellung wird rund um ein mediales Stadtmodell die Stadtgeschichte erzählen, der Schwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert. Auf rund 500m² vertiefen Sonderausstellungen Themen der Stadtgeschichte und der Architektur. Im "Stadtlabor" können Kinder und Jugendliche die Zukunft Stuttgarts planen. Weitere Angebote sind Café, Shop, Vortragssaal und Veranstaltungsflächen, Seminarräume sowie eine Bibliothek zur Stadtgeschichte. Bis zur Eröffnung des Stadtmuseums im Wilhelmspalais zeigt der Planungsstab Stadtmuseum vorbereitende Ausstellungen und stellt mit "Stadtmuseum unterwegs" Materialien für Schulen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Geschichte der Migration.

Weitere Informationen unter www.lindenmuseum.de und www.dtf-stuttgart.de

25.05.2011

Familienfest zur Auszeichnung "365 Orte im Land der Ideen" am 31. Mai

Das DTF-Stipendien- und Mentorenprogramm "Ağabey-Abla" ist Preisträger im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen". Die Preisverleihung feiern wir mit einem Fest für Kinder und Familien vor unserer Geschäftsstelle im Europahaus in der Stuttgarter Innenstadt.

Türkischstämmige Kinder und Jugendliche haben es immer noch schwer in der Schule. Ihre Bildungschancen hinken denen deutscher Schüler stark hinterher. An dem Knackpunkt des Übergangs von der Grundschule in die weiterführenden Schulen möchte ein Projekt des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart ansetzen.

Im Programm "Ağabey-Abla" (großer Bruder - große Schwester) werden derzeit 80 türkischstämmige Schülerinnen und Schüler an fünf Stuttgarter Schulen beim Lernen und bei außerschulischen Aktivitäten durch ebenfalls türkischstämmige Gymnasiasten der Oberstufe und Studierende betreut. Sie engagieren sich als positive Vorbilder für Schüler und Vermittler für Eltern und Lehrer der Kinder. Die Mentoren erteilen ihren Schützlingen Förderunterricht, kümmern sich um persönliche Anliegen und unternehmen Ausflüge etwa ins Museum oder in die Stadtbücherei. Gleichzeitig werden auch die Mentoren durch ein Stipendium, mit dem sie ihre Studiengebühren decken können, und durch pädagogische Fortbildungen unterstützt. Das Stipendien- und Mentorenprogramm "Ağabey-Abla" wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Für ihr Engagement werden das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart und seine Mentoren am 31. Mai 2011 als "Ausgewählter Ort" im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" ausgezeichnet. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten prämiert die Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen" gemeinsam mit der Deutschen Bank Ideen, die die Zukunft Deutschlands aktiv gestalten.

Anlässlich der Preisverleihung veranstaltet das Deutsch-Türkische Forum am 31. Mai 2011 ab 15 Uhr ein öffentliches Familienfest vor seiner Geschäftsstelle in der Nadlerstraße 4 und auf dem Pierre-Pflimlin-Platz am Rathaus. Das Deutsch-Türkische Forum bietet gemeinsam mit dem Spielmobil Mobifant und dem Museumspädagogischen Dienst den Kindern ein buntes Spiel- und Mitmachprogramm. Um 17 Uhr findet die offizielle Auszeichnung statt, an der Oberbürgermeister Dr. Schuster und der türkische Generalkonsul Türker Arı teilnehmen werden.

Weitere Informationen und Programm unter www.dtf-stuttgart.de/...

07.05.2011

12. SWR-Medienforum Migration am 17. Mai

Beim diesjährigen "12. Medienforum Migration" des Südwestrundfunks geht es unter anderem um 50 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei, um die Folgen der Sarrazin-Debatte für die Integration in Deutschland sowie um die aktuelle Entwicklung in der europäischen Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik nach den Ereignissen in Ländern der arabischen Welt sowie in Japan. Das "Medienforum Migration" ist seit über 20 Jahren eine der führenden Fachtagungen zum Thema Migration und Medien.

Kooperationspartner des "Medienforums" sind die ARD.ZDF Medienakademie, das Deutsch-Türkisches Forum Stuttgart, die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen und das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen. Die Veranstaltung findet am 17. Mai im SWR-Funkhaus in Stuttgart statt.

Beim "Medienforum" werden unter anderem die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Prof. Dr. Maria Böhmer, Dr. Hans Dietrich von Loeffelholz vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG und DTF-Kurator Edzard Reuter sowie Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster sprechen. Beim Forum zum Thema "Türken am Pranger? – Die Folgen der Sarrazin-Debatte" sind auch der DTF-Geschäftsführer Kerim Arpad und die DTF-Stipendiatin Duygu Dirimese aus dem "Ağabey-Abla"-Programm auf dem Podium dabei.

Anmeldungen sind online möglich unter http://www.swr.de/international/de/medienforum/...

Programmflyer unter http://www.swr.de/international/de/medienforum/...

05.05.2011

Adrian Zielcke stellt "Unverkennbar Stuttgart" vor

Der Stuttgarter Journalist und DTF-Kutator Adrian Zielcke stellt am 24. Mai um 20:15 Uhr sein neues Buch "Unverkennbar Stuttgart" vor. Die Buchpremiere findet im Buchhaus Wittwer, Eingang Kleiner Schlossplatz statt (Eintritt 8 EUR). Der Autor präsentiert an diesem Abend Bilder aus dem Buch gewürzt mit Anekdoten und Interessantes über die Recherche.

"Das Beste an Stuttgart ist die Autobahn nach München." Lange Zeit bestimmte dieses geflügelte Wort den Ruf der schwäbischen Landeshauptstadt. Weit gefehlt, meint dazu der Autor Adrian Zielcke, denn mit Orten und Einrichtungen wie der Markthalle, den unzähligen Stäffele, dem Grünen U oder dem Mineralbad Leuze besitzt Stuttgart Orte und Einrichtungen, die die besondere Identität der Stadt prägen. Und so beschreibt der Journalist mit leichter Hand, wo Stuttgart besonders typisch, ja einzigartig ist und nimmt den Leser mit auf einen Rundgang vorbei an seinen persönlichen Lieblingsplätzen. Dabei stößt er auch auf manch schwäbisches Original, blickt in die Geschichte zurück und spürt dem pulsierenden Rhythmus der Stadt nach.

Ins Bild gesetzt hat all dies ein anderer Liebhaber der Landeshauptstadt, der Fotograf Wilhelm Mierendorf. Beide zusammen haben ein Buch für all diejenigen gemacht, die Stuttgart lieben.

Adrian Zielcke war von 1970 bis 2010 Mitglied der Redaktion der Stuttgarter Zeitung, davon die letzten 20 Jahre als Ressortleiter Außenpolitik. – Die Leser der Stuttgarter Zeitung haben ihn vor einigen Jahren zu ihrem angesehensten Autoren gewählt. Heute schreibt er jede Woche eine Kolumne in Sonntag Aktuell. Adrian Zielcke ist seit vielen Jahren Mitglied des Kuratoriums des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart.

27.04.2011

Internetprojekt "Die Verantwortlichen" geht an der Start

Seit heute begleiten 150 engagierte Bürger aus ganz Deutschland ihre gemeinnützigen Initiativen mit einer Videokamera und stellen ihre Arbeit im Internet vor. Sie nehmen teil an dem Projekt "Die Verantwortlichen", das die Robert Bosch Stiftung zum 150. Geburtstag von Robert Bosch ins Leben gerufen hat. Es sind Menschen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen, die Initiative ergreifen, Ideen entwickeln, Zeit und Geld opfern und andere mitreißen.

Mit dabei ist auch der DTF-Geschäftsführer Kerim Arpad. Er wird in den kommenden Wochen die Kultur- und Bildungsprogramme des Deutsch-Türkischen Forums in kurzen Filmen vorstellen und möchte damit für gesellschaftliches Engagement werben.

Mehr zu der Kampagne auf der Internetseite www.verantwortung-unternehmen.org und im YouTube Channel www.youtube.com/DieVerantwortlichen